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ThyssenKrupp: Kurzarbeit?

Markus Bußler

Die Stahlbranche steckt noch immer in der Krise. Jetzt prüft Deutschlands Branchenprimus ThyssenKrupp die Einführung von Kurzarbeit. Das berichtet der Westdeutsche Rundfunk. Demzufolge könnten schon im August die ersten Anlagen Kurzarbeit anmelden.

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Auch ThyssenKrupp leidet unter einer flauen Nachfrage. Die Verunsicherung durch die europäische Schuldenkrise ist groß. Der Stahlpreis ist durch eine Mischung aus Überkapazitäten und Sorge vor einer neuerlichen Rezession auf Talfahrt gegangen. Die Wirtschaftsvereinigung Stahl rechnet mit einem Rückgang der Rohstahlproduktion auf rund 44 Millionen Tonnen.

Verkauf von Waupaca abgeschlossen

Zumindest von anderer Seite gibt es erfreuliche Neuigkeiten: Gestern hatte der Stahl- und Technologiekonzern den Verkauf der amerikanischen Eisengießerei Waupaca an die Beteiligungsgesellschaft KPS Capital Partners LP abgeschlossen. Der Kaufpreis wurde allerdings nicht genannt.

Die Aktie des im DAX notierten Unternehmens hat in den vergangenen Tagen deutlich zugelegt. Anleger hoffen, dass sich der Konzern von den beiden Werken in Übersee trennen wird. Die Werke in Alabama, USA, und in der Nähe von Rio, Brasilien, werden auch in diesem Jahr hohe Verluste verursachen. Bereits im vergangenen Geschäftsjahr sorgte die Sparte Steel Americas dafür, dass ThyssenKrupp in die roten Zahlen gerutscht ist, Anleger, die der Empfehlung des AKTIONÄRs gefolgt sind, und eine erste Position aufgebaut haben, lassen die Gewinne laufen. Auf lange Sicht ist es auch für einen Neueinstieg noch nicht zu spät.

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