ThyssenKrupp: Kursziel 14,00 Euro
Sven Diermeier, Analyst bei Independent Research, ist alle andere als begeistert von der Aktie des Stahl- und Technologiekonzerns ThyssenKrupp. In einer aktuellen Studie rät er zum Verkauf des Papiers. Das Kursziel sieht er bei 14,00 Euro – und damit deutlich unter dem aktuellen Kurs.
Das Interesse der brasilianischen CSN am amerikanischen Stahlgeschäft von Thyssen sei nicht neu, schrieb Analyst Sven Diermeier. Ein Problem dürften aber die hohen Preisvorstellungen von ThyssenKrupp darstellen. Die angestrebten mindestens sieben Milliarden Euro dürfte der Stahlkonzern nicht erzielen. Zudem habe die EU-Kommission den Verkauf der Edelstahlsparte an Outokumpu noch nicht genehmigt. Vor diesem Hintergrund sowie angesichts d
er trüben Konjunkturaussichten habe sein Verkaufsvotum Bestand.
DER AKTIONÄR sieht zwar ebenfalls die Probleme, geht jedoch von einer Genehmigung des Verkaufs der Edelstahlsparte an Outokumpu aus. Eine Verkaufsentscheidung von Steel Americas dürfte im laufenden Jahr wohl nicht mehr zustande kommen. Dennoch dürfte dies der wichtigste Schritt für ThyssenKrupp sein. In der Tat erscheint der angestrebte Verkaufspreis auf Höhe des Buchwerts von etwa sieben Milliarden Euro sehr hoch. Auch DER AKTIONÄR glaubt, dass es noch einmal zu einer Wertberichtigung kommen wird. Da diese allerdings nicht liquiditätswirksam ist, sollte sie den Kurs nicht übermäßig belasten, da ohnehin die Konsensschätzungen der Analysten eher im Bereich von vier bis fünf Milliarden Euro liegen. DER AKTIONÄR bleibt daher bei seiner optimistischen Einschätzung für die Aktie des im DAX gelisteten Unternehmens.
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