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ThyssenKrupp: Besser als befürchtet

Markus Bußler

Die Zahlen des Stahl- und Technologiekonzerns ThyssenKrupp lesen sich auf den ersten Blick alles andere als gut: Der um Sondereffekte bereinigte operative Gewinn brach um fast 80 Prozent auf 122 Millionen Euro ein. Doch Analysten hatten mit noch schlechteren Zahlen gerechnet.

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Vor allem in Stahlbereich kämpft der Konzern mit herben Einbrüchen. Dagegen hielt sich das Industriegütergeschäft relativ stabil. Der Umsatz reduzierte sich um sieben Prozent auf 10,7 Milliarden Euro. Unter dem Strich blieben 238 Millionen Euro übrig, das sind sogar 16 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Begünstigt wurde das durch den Verkauf der Eisengießerei Waupaca in den USA. Dieser Erlös trug auch dazu bei, die Schuldenlast von 6,5 Milliarden Euro im März auf 5,8 Milliarden im Juni zu drücken.

DER AKTIONÄR hatte bereits mehrfach darauf aufmerksam gemacht, dass die Aktie von ThyssenKrupp derzeit charttechnisch gut aussieht. Der Markt konzentriert sich vor allem auf die Zukunft der beiden Werke in Brasilien und in Alabama, die dem Konzern hohe Verluste bescheren. Gelingt es ThyssenKrupp tatsächlich, die beiden Werke zu verkaufen, dürfte die Aktie noch einmal Rückenwind erhalten. Investierte Anleger lassen ihre Gewinne laufen. Ein Stopp bei 13,00 Euro sichert die Position ab.

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