ThyssenKrupp: Besser als befürchtet
Die Zahlen des Stahl- und Technologiekonzerns ThyssenKrupp lesen sich auf den ersten Blick alles andere als gut: Der um Sondereffekte bereinigte operative Gewinn brach um fast 80 Prozent auf 122 Millionen Euro ein. Doch Analysten hatten mit noch schlechteren Zahlen gerechnet.
Vor allem in Stahlbereich kämpft der Konzern mit herben Einbrüchen. Dagegen hielt sich das Industriegütergeschäft relativ stabil. Der Umsatz reduzierte sich um sieben Prozent auf 10,7 Milliarden Euro. Unter dem Strich blieben 238 Millionen Euro übrig, das sind sogar 16 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Begünstigt wurde das durch den Verkauf der Eisengießerei Waupaca in den USA. Dieser Erlös trug auch dazu bei, die Schuldenlast von 6,5 Milliarden Euro im März auf 5,8 Milliarden im Juni zu drücken.

DER AKTIONÄR hatte bereits mehrfach darauf aufmerksam gemacht, dass die Aktie von ThyssenKrupp derzeit charttechnisch gut aussieht. Der Markt konzentriert sich vor allem auf die Zukunft der beiden Werke in Brasilien und in Alabama, die dem Konzern hohe Verluste bescheren. Gelingt es ThyssenKrupp tatsächlich, die beiden Werke zu verkaufen, dürfte die Aktie noch einmal Rückenwind erhalten. Investierte Anleger lassen ihre Gewinne laufen. Ein Stopp bei 13,00 Euro sichert die Position ab.
Leserkommentare
Die Kommentarfunktion wird moderiert. Die Moderation liegt alleine bei der Börsenmedien AG. Kritische Diskussionen sind erwünscht, persönliche Beleidigungen hingegen werden entfernt.
Disqus ist ein Online-Dienst und wird von der Big Head Labs, Inc. aus San Francisco in den USA zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden sind in den Börsenmedien-Datenschutzbestimmungen zu finden.
Aktien-Reports
Weitere Artikel zum Thema
Noch hört man nichts Neues zum Verkauf der Sparte Steel America bei dem Stahl- und Technologiekonzern ThyssenKrupp. Doch es dürfte letztlich nur noch eine Frage von Wochen sein, bis das Unternehmen sein verlustträchtiges Übersee-Abenteuer an den Mann bringt. Die ersten Analysten raten bereits zum Kauf....mehr |
Wie geht es weiter bei ThyssenKrupp? Mit dieser Frage beschäftigen sich nicht nur Anleger, sondern auch Analysten. Die Mehrheit meisten Kursziele befinden sich mittlerweile in etwa auf Augenhöhe mit dem Kurs. S&P Equity hat nun ebenfalls das Kursziel gesenkt. Auf 16,00 Euro....mehr |
Die Aktie des Stahl- und Technologiekonzerns ThyssenKrupp kommt nicht zur Ruhe. Gestern konnte sich das Papier stabilisieren, nachdem es noch am Vortag unter Druck geraten war, als der Vorstand bekannt gab, man könne eine Kapitalerhöhung nicht gänzlich ausschließen. Trotz dieser Nachricht wird man bei der Societe Generale mutiger....mehr |
Es ist zum Haare raufen: Die Aktie des Stahl- und Technologiekonzerns ThyssenKrupp hat gestern eine Berg- und Talfahrt auf das Parkett gelegt. Zunächst machte sich Optimismus breit. Nach einer erneuten Abschreibung auf Steel Americas vermuteten Analysten, ein Käufer sei gefunden. Doch am Nachmittag tauchte plötzlich eine Hiobsbotschaft auf....mehr |
Mit diesen Zahlen hat der Stahl- und Technologiekonzern ThyssenKrupp die Erwartungen der Analysten deutlich verfehlt. Während der Markt im Schnitt mit einem EBIT beim fortgeführten Geschäft von 200 Millionen Euro gerechnet hat, meldete ThyssenKrupp heute einen Verlust von vier Millionen Euro. Die Umsatzprognose wird ebenfalls kassiert....mehr |























