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ThyssenKrupp: Autsch, das tut weh

Markus Bußler

Die Aktie des Stahl- und Technologiekonzerns legt heute alles andere als einen begeisternden Wochenstart auf das Parkett. Wieder einmal sind es Meldungen über den geplanten Verkauf der beiden Stahlwerke in Übersee, die den Kurs bewegen. Die Aktie fällt unter eine wichtige charttechnische Marke.

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Kreisen zufolge ist der Stahlkonzern unzufrieden mit den bisherigen Geboten für seine defizitären Werke in Brasilien und den USA. Das Unternehmen wolle mindestens den Buchwert von rund sieben Milliarden Euro erzielen, um Abschreibungen zu vermeiden, hieß es in einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg. Für erneute Offerten soll ThyssenKrupp den Interessenten demnach eine Frist bis zum Freitag gesetzt haben. Ein Börsianer sieht die Forderung als „unangemessen" an. Sollte der Konzern an diesem Preis festhalten, werde die Transaktion scheitern und die Aktie fallen, fügte der Händler hinzu. Analysten rechnen seiner Aussage zufolge mit einem Erlös von drei bis vier Milliarden Euro.

Durch den heutigen Kursrutsch ist die Aktie auch unter den seit Juli intakten Aufwärtstrend gefallen, was zusätzlich Abgabedruck verursacht haben dürfte. Das Papier ist damit aus charttechnischer Sicht mehr als abgeschlagen. DER AKTIONÄR geht zwar nicht davon aus, dass der Verkauf von Steel Americas platzen wird, sondern dass es sich um einen taktischen Schachzug handelt. Dennoch sollten risikoscheue Anleger aufgrund des Chartbildes Gewinne mitnehmen und eine Bodenbildung abwarten.

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