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ThyssenKrupp: Analysten bleiben positiv gestimmt

Michael Schröder

Der größte deutsche Stahlkonzern ThyssenKrupp hat seine dramatische Talfahrt gestoppt und kehrte nach einem Horrorjahr nun im ersten Quartal 2009/10 in die Gewinnzone zurück vor allem dank Unternehmensverkäufen und höheren Preisen. Analysten sind zufrieden und sehen weiteres Kurspotential für die Aktie.

Der Stahlkocher ThyssenKrupp schaffte es im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2009/10 wieder einen deutlichen Gewinn zu erwirtschaften. Nach drei Verlustquartalen in Folge, die zum ersten Jahresverlust seit der Fusion von Thyssen und Krupp im Jahr 1999 geführt hatten, erreichte das Ergebnis vor Steuern nun 313 Millionen Euro. Analysten hatten im Schnitt nur einen Gewinn vor Steuern von 93 Millionen Euro vorausgesagt. Analysten würdigen daraufhin diese positive Gewinnüberraschung.

Kursziel angehoben

Überrascht zeigt sich Analyst Peter Mallin-Jones von Goldman Sachs von den guten Ergebnissen: Die im Geschäftsjahr 2008/09 erzielten Kostensenkungen seien in größerem Umfang aufrechterhalten worden als angenommen. Auch haben sich die Geschäftsaktivitäten teils dynamischer entwickelt als erwartet. Darauf hin hob der Analyst das Kursziel für ThyssenKrupp von 29,00 Euro auf 30,00 Euro an, und behielt die Einstufung auf "Neutral".

Weiterhin "Buy"

Björn Voss von M.M. Warburg hat nach den Zahlen seine Einstufung mit "Buy" bestätigt und nennt ein Kursziel von 31,00 Euro. Wegen eines Gruppenumsatzes, der niedriger als erwartet ausgefallen sei, sei der Vorsteuergewinn erstaunlich, so der Analyst. Jedoch sollte berücksichtigt werden, dass die zukünftigen Gewinne durch Anfahrtskosten bei amerikanischen Geschäften belastet werden dürften. Auch die Analysten von Merck Finck haben die Einstufung für die Aktie nach Zahlen auf "Buy" belassen, nachdem die Gewinnzahlen ihre Prognose deutlich übertroffen hätten.

Trendwende geschafft

Für das Geschäftsjahr 2009/10 geht der Konzern von einer Stabilisierung des Umsatzes aus. Für die Ergebnisentwicklung erwarte man eine signifikante Verbesserung hin zu einem wieder positiven Ergebnis. Das bereinigte Ergebnis vor Steuern erwartet ThyssenKrupp in "niedriger dreistelliger Millionen-Euro-Höhe". Diese starken Zahlen im ersten Quartal können als Zeichen einer sich erholenden Wirtschaft gewertet werden. Mittelfristig bleibt somit ein Kursziel von 28,00 Euro durchaus realistisch. Für langfristig orientierte Anleger besteht eine berechtigte Chance auf weit höhere Notierungen.

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