ThyssenKrupp: Ambitioniert!
Bekommt ThyssenKrupp weit mehr für seine kriselnden Stahlwerke in Übersee als gedacht? Vorstandschef Heinrich Hiesinger jedenfalls zeigt sich in einem Interview optimistisch. Für die Aktie könnte das weiteren Rückenwind bedeuten. Ohnehin präsentiert sich das Papier in den vergangenen Wochen stark.
Hiesinger sagte der Welt am Sonntag, dass ThyssenKrupp die Werke in Brasilien und in Alabama/USA wohl separat verkaufen werden. Er geht davon aus, mindestens den Buchwert von sieben Milliarden Euro zu erlösen. Diese Aussage kommt überraschend. Bislang sind Analysten davon ausgegangen, dass ThyssenKrupp höchstens vier bis fünf Milliarden für die beiden Werke bekommt. Entsprechend hoch sollte der Abschreibungsbedarf auf den Buchwert der beiden Werke sein.

Mit dem Geld könnte ThyssenKrupp seine Schulden tilgen und gleichzeitig die Technologiesparte, zu der unter anderem der Aufzugsbau, das Geschäft mit Chemieanlagen und das mit U-Booten gehört, stärken. DER AKTIONÄR hat bereits mehrfach seine optimistische Einschätzung zu der ThyssenKrupp-Aktie bekräftigt. Das Papier bleibt weiter aussichtsreich. Offensichtlich gibt es genügend Interessenten für die beiden Stahlwerke. Ein Verkauf könnte zum Befreiungsschlag für die Aktie werden. Investierte Anleger bleiben an Bord.
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