ThyssenKrupp: 14,00 Euro geknackt – wie geht’s weiter?
Die Aktionäre von ThyssenKrupp trauen derzeit ihren Augen kaum. Die Aktie des Stahl- und Technologiekonzerns gehört auch heute wieder zu den Gewinnern im DAX. Nach Wochen des Sinkflugs zeigt die Aktie erste Lebenszeichen. Handelt es sich nur um eine Bärenmarktrallye?
Gestern bereits hat die Aktie die 14,00-Euro-Marke geknackt. Heute, in einem insgesamt uneinheitlichen Umfeld, gelingt es dem Papier, diese Marke zu verteidigen. Aus charttechnischer Sicht wird damit der kurzfristige Aufwärtstrend bestätigt. Nach wie vor steht aber die Erholung auf wackeligen Beinen. Immerhin könnte es sich dabei nach den starken Kursverlusten auch nur um die bekannte technische Gegenbewegung handeln. Aber selbst diese dürfte mit Blick auf den Chart zumindest bis in den Bereich von 15,00 Euro reichen. Gelingt es dem Kurs auch diese Hürde zu nehmen, sind Kurse von 17,00 Euro im Bereich des Möglichen.
Noch immer jede Menge Probleme
Sicher: Zu viel Euphorie ist nach wie vor nicht angebracht. Die Probleme werden nicht von heute auf morgen verschwinden. Noch immer kämpft ThyssenKrupp mit Anlaufverlusten der beiden Werke in Brasilien und in Alabama/USA. Doch sollte es dem Konzern gelingen, die beiden Verlustbringer zu veräußern, dürften zwar noch Abschreibungen anfallen. Der Weg für die Aktie nach oben wäre wohl geebnet. Zudem sollten Anleger auch nicht außer Acht lassen, dass der Konzernumbau weiter voranschreitet. ThyssenKrupp dürfte sich in den kommenden Jahren mehr und mehr vom zyklischen Stahlgeschäft lösen und vermehrt auf die Technologiesparte setzen. Hier winken weit höhere Margen und das Geschäft unterliegt nicht so sehr den konjunkturellen Schwankungen.

DER AKTIONÄR hatte an dieser Stelle bereits mehrfach darauf hingewiesen, dass sich das Niveau für langfristig orientierte Anleger für einen Einstieg anbietet. Wer diesem Rat gefolgt ist, lässt seine Gewinne laufen. Aber auch im Fall ThyssenKrupp gilt: Stoppkurs nicht vergessen. Zur Absicherung der Position bietet sich ein Stopp im Bereich der Tiefstkurse bei 11,40 Euro an.
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