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Tesla-Kavalierstart: Dickes IPO-Plus der Daimler-Beteiligung

Florian Söllner

Der Aktie des Elektroauto-Pioniers Tesla gelingt ein Traumstart. Die US-Erfolgsstory hat den Geschmack der Anleger voll getroffen. Die Frage ist jedoch: Wann geht der Aktie der Akku aus?

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Jeder, der sich in ein Auto mit Elektromotor setzt, wird positiv überrascht. Unmittelbar nach dem Druck aufs Gaspedal setzt die Beschleunigung ein. Auch die Aktie des Elektroauto-Pioniers Tesla ist gleich zum ersten Handelstag am gestrigen Dienstag richtig in Schwung gekommen. Obwohl der Ausgabepreis im Vorfeld noch von 14 bis 16 Dollar auf 17 Dollar angehoben wurde, war das Interesse der Anleger immens. Das Papier beendete den Handel bei 23,90 Dollar - ein Plus von 41 Prozent. Das Emissionsvolumen betrug 226 Millionen Dollar. Mit dem IPO-Erlös soll ein Händlernetz aufgebaut und ein weiteres Modell (siehe Bild) etabliert werden.

Hollywood und Wallstreet

Tesla ist nicht nur an der Wallstreet hip. Auch Hollywood-Schauspieler wie George Clooney oder Brad Pitt genießen das leise aber dynamische Sportwagen-Feeling. Denn mit 288 PS und einer Beschleunigung von 0 auf 100 in 3,9 Sekunden kann sich ein Tesla durchaus mit einem Porsche messen. Dem jungen US-Unternehmen war es durch die Kombination vieler kleiner Akkus gelungen, lange vor den etablierten Autoherstellern ein Elektroauto anzubieten. Der Lohn der Pionierarbeit: Der Autoriese Daimler hat sich zwischenzeitlich an dem Auto-Start-Up beteiligt.

Bisher konnte Tesla jedoch erst rund 1.000 des 109.000 Dollar teueren Autos ausliefern. Noch ist die US-Firma defizitär. Im ersten Quartal 2010 wurde bei einem Umsatz von 21 Millionen Dollar ein Verlust von 30 Millionen Dollar eingefahren. Dem gegenüber steht eine hohe Marktkapitalisierung von aktuell 2,2 Milliarden Dollar.

Aktie ist zu teuer

Tesla hat einen bemerkenswerten technologischen Vorsprung herausgefahren. Doch im Rückspiegel holen die etablierten Autokonzerne auf. In den nächsten Jahren werden dutzende Elektroautos ins Rennen geschickt. Daher ist die sehr teuere Bewertung überzogen. Der Aktie dürfte dem Charakter eines Elektromobils entsprechend nach dem dynamischen Start relativ schnell die Luft ausgehen.

Auf Alternativen setzen

Anleger sollten auf günstiger bewertete Alternativen wie die Batteriehersteller Saft Groupe, Johnson Controls oder Advanced Battery setzen. Eine Investmentidee für mutige Anleger ist auch der noch unentdeckte deutsche Elektroautobauer Smiles AG.

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