Telekom: Fette Dividende soll Anleger bei Laune halten
Der Bonner Telekomriese wird 2012 wohl einen Milliardenverlust einfahren. An den Plänen für einen Ausschüttung hält Finanzvorstand Timotheus Höttges dennoch fest.
Die Aktie der Deutsche Telekom zählte in den letzten Handelstagen zu den schwächsten DAX-Titeln. Am Freitag büßte das Papier im Xetra-Handel weitere 2,1 Prozent auf 9,16 Euro ein. Dem Konzern drohen wegen der geplanten Fusion seiner US-Tochter mit MetroPCS Milliardenabschreibungen im laufenden Jahr. Für Anleger könnte sich ein Investment dennoch auszahlen.
Dividendenfähigkeit nicht berührt
Wie Finanzvorstand Timotheus Höttges in einem Interview sagte, sehe er die Ausschüttung einer Dividende durch die drohende Wertberichtigung nicht gefährdet. "Handelsrechtlich besteht bei einem Gewinnvortrag von 1,6 Milliarden Euro und einer Gewinnrücklage von 15,5 Milliarden Euro kein Zweifel an unserer Dividendenfähigkeit", so Höttges gegenüber der Börsen-Zeitung.
Die auf drei Jahre angelegte Finanzstrategie der Bonner sieht eine Mindestausschüttung von 0,70 Euro je Anteilsschein vor. Auf dem aktuellen Kursniveau errechnet sich für die Telekom somit eine attraktive Dividendenrendite von 7,6 Prozent.

Neben der aktionärsfreundlichen Ausschüttungspolitik spricht die Charttechnik für einen Einstieg beim "rosa Riesen". Von Anfang Juni bis Ende September kletterte der Kurs um knapp 30 Prozent bis auf 10,06 Euro. Die anschließende (und noch andauernde) Konsolidierung ist vor dem Hintergrund dieser Rallye nicht ungewöhnlich und sollte spätestens im Bereich um 8,80 Euro ein Ende finden.
Fazit: Anleger, die bei der Telekom bislang nicht zum Zug gekommen sind, können die aktuelle Schwäche zum Einstieg nutzen.
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