Talsohle durchschritten: Wacker Chemie übertrifft Erwartungen
Wacker Chemie ist schwächer in das Geschäftsjahr 2012 gestartet, konnte die Markterwartungen allerdings übertreffen. Zudem gibt sich die Konzernführung für die kommenden Monate zuversichtlich. Die Aktie dürfte die noch junge Aufwärtsbewegung fortsetzen.
Der Umsatz von Wacker Chemie ist im ersten Quartal 2012 um acht Prozent auf 1,19 Milliarden Euro zurückgegangen. Das EBITDA brach um 40 Prozent auf 212 Millionen Euro ein. Gegenüber dem Vorquartal zeigt sich bei beiden Kennzahlen allerdings eine deutliche Verbesserung. Unter dem Strich bleibt im Betrachtungszeitraum ein Gewinn von 40 Millionen Euro, nach 168 Millionen Euro im Vorjahr.
"Talsohle durchschritten"
Konzernchef Rudolf Staudigl zeigte sich mit dem Start in das Geschäftsjahr zufrieden. Die Kundenachfrage habe in vielen Geschäftssegmenten spürbar an Dynamik gewonnen. "Zwar wird das gesamtwirtschaftliche Umfeld besonders im ersten Halbjahr weiter herausfordernd bleiben, die Talsohle scheint aber durchschritten zu sein. Für die kommenden Monate ist das ein ermutigendes Signal", so Staudigl weiter. Für das Gesamtjahr 2012 erwartet die Konzernführung unverändert einen Umsatz von rund fünf Milliarden Euro. Das EBITDA wird voraussichtlich deutlich unter dem Wert des Vorjahres von 1,1 Milliarden Euro liegen.

Gegenbewegung läuft
DER AKTIONÄR hatte risikobewussten Anlegern vor Zahlen zum Kauf des Wacker-Chemie-Wave-XXL-Call (WKN DB6 AM4) von der Deutschen Bank geraten. Anleger, die dem gefolgt sind, lassen die Gewinne weiter laufen. Nach den deutlichen Abschlägen der vergangenen Wochen hat der Titel Nachholpotenzial. Gelingt der Sprung über den Widerstandsbereich zwischen 65,24 Euro und 66,30 Euro, hätte der MDAX-Wert zunächst Luft bis 72,90 Euro.
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