Christoph Albers
Symrise hat im ersten Halbjahr 2010 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein deutliches Plus bei Umsatz und Ergebnis erzielt. Gleichzeitig hob der global aufgestellte Hersteller von Duft- und Geschmacksstoffen seine Jahresprognose an. Die MDAX-Aktie reagiert mit Kursaufschlägen und steht vor einem Kaufsignal.
Die weltweite Konjunkturerholung hat auch die Geschäfte von Symrise beflügelt. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres stieg der Umsatz im Jahresvergleich um 16,4 Prozent auf rund 798 Millionen Euro. Dabei profitierte der Konzern vor allem von der starken Nachfrage aus Asien/Pazifik und Lateinamerika. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) kletterte um 50 Prozent auf 178 Millionen Euro. Die EBITDA-Marge erhöhte sich auf 22,3 Prozent, nach 17,3 Prozent im Jahr zuvor. Für den Anstieg waren neben der Umsatzsteigerung insbesondere Einsparungsmaßnahmen und eine hohe Produktionsauslastung verantwortlich. Unter dem Strich verdiente das Unternehmen 88,8 Millionen Euro beziehungsweise 0,75 Euro - mehr als eine Verdopplung zum Vorjahresergebnis.
Jahresprognose angehoben
Der Vorstand hob aufgrund des erfolgreichen ersten Halbjahres die Prognose für das Gesamtjahr an. Demnach sollen die Erlöse nach bisher drei Prozent auf mindestens acht Prozent zulegen. Das Konzernwachstum soll damit weiterhin die Branchenentwicklung übertreffen. Auch die Rentabilität soll weiter zunehmen. Bei konstanten Rohstoffpreisen wird die EBITDA-Marge bei mehr als 20 Prozent erwartet.
Kein Übernahmeziel von Givaudan
Symrise war als potenzieller Übernahmekandidat für den Schweizer Wettbewerber Givaudan und dem belgischen Chemieunternehmen Solvay gehandelt worden. Givaudan-Finanzvorstand Matthias Währen erteilte den Gerüchten in einem Interview mit der Financial Times Deutschland nun eine Absage. Im Ziel habe man kleine und mittlere Zukäufe sowie neue Technologien. Beides würde auf Symrise nicht zutreffen.

Chancen stehen weiter gut
DER AKTIONÄR hatte bereits im Juni auf das Potenzial von Symrise hingewiesen. Anleger die dieser Empfehlung gefolgt sind können sich über Kursgewinne freuen und sollten dabei bleiben. Die Aufwärtsbewegung ist weiterhin intakt. Der nächste wichtige Widerstand ist das Jahreshoch Ende Juli bei knapp 20 Euro. Mit dem Überwinden dieser Zone wird ein neues Kaufsignal generiert. Ein Stopp bei 18,20 Euro sichert ab.