Alfred Maydorn
Die Aktie des US-Solarkonzerns Sunpower verliert zum Handelsauftakt in New York rund zwölf Prozent an Wert. Der Konkurrent von Solarworld hatte seine Bilanzen korrigieren müssen und einen enttäuschenden Ausblick präsentiert. Solarworld-Papiere notieren ebenfalls im Minus.
Mit einem Börsenwert von knapp zwei Miliarden Dollar ist Sunpower einer der größten Solarkonzerne weltweit. Insofern wirkt sich der heftige Kursabschlag auf die gesamte Branche aus. Solarworld ist aufgrund eines ähnlichen Geschäftsmodells besonders stark betroffen: Die Aktie rutscht um über zwei Prozent ab und notiert mit 10,17 Euro nur noch knapp über der wichtigen 10-Euro-Marke.

Scharfer Gewinneinbruch
Sunpower hatte am Donnerstag eine enttäuschende Bilanz präsentiert. Zwar stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 38 Prozent auf 547,9 Millionen Dollar, der Gewinn brach indes um 70 Prozent auf nur noch 8,7 Millionen Dollar oder 0,09 Dollar pro Aktie ein. Die Aussichten sind zudem düster: Für das laufende Jahr wird nur noch mit einem Gewinn zwischen 1,25 und 1,65 Dollar gerechnet. Die Analysten waren bisher von durchschnittlich 1,70 Dollar ausgegangen. Im ersten Quartal soll dem Management zufolge nun sogar nur eine schwarze Null herauskommen. Die Umsätze sollen auf 330 bis 350 Millionen Dollar einbrechen.
Zu den schlechten Zahlen und dem mauen Ausblick gab Sunpower fehlerhafte Buchungen zu und musste seinen Gewinnausweis für die letzten zwei Jahre um 16,9 Millionen Dollar nach unten korrigieren.

Mögliche Alternativen
Mit Sunpower blickt ein weiterer Solarkonzern äußerst verhalten in die Zukunft. Vor allem die schrumpfenden Margen sind beängstigend. Solarworld hat ebenfalls mit rückläufigen Gewinnspannen zu kämpfen. DER AKTIONÄR rät Anlegern bei beiden Aktien zur Zurückhaltung. Kaufenswert erscheinen derzeit nur ausgewählte chinesische Solartitel wie etwa Suntech Power, Yingli Green Energy oder Renesola.
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