Sunpower-Gewinnwarnung: Solarworld und Q-Cells steigen dennoch
Florian Söllner
Die ursprünglichen Jahresziele waren viel zu optimistisch. Das musste nun auch der US-Modulhersteller Sunpower eingestehen. Trotz dieser jüngsten Gewinnwarnung notieren die deutschen Solarplayer am Freitag fester.
Nach First Solar, Suntech, MEMC ("Schlechte Nachrichten aus den USA") oder Centrotherm warnte nun auch der große US-Modulhersteller Sunpower vor schlechten Zahlen. Der Anbieter schwarzer und extrem effizienter Solarzellen prognostiziert nunmehr für das Gesamtjahr maximal einen Gewinn je Aktie von 0,20 Dollar. Bisher wurden den Aktionären 0,75 bis 1,25 Dollar in Aussicht gestellt. Auch die neue Umsatzprongose in Höhe von 2,4 bis 2,45 Milliarden Dollar enttäuscht. Analysten hatten bisher mit 2,79 Milliarden Dollar gerechnet. Das US-Unternehmen mit Fabriken auf den Philippinen startet nun eine Restrukturierung - die operativen Kosten sollen bis 2012 um mindestens zehn Prozent sinken. Sinken ist auch das Stichwort für die Aktie - nachbörslich fällt das Papier um weitere drei Prozent. Der Chart ist deutlich angeschlagen.
Unbeeindruckt davon scheinen die Aktien von Solarworld und Q-Cells ihre Erholung am Freitag fortzusetzen. Auch die markige Antwort des chinesischen Solarverbandes auf die Solarworld-Forderung nach Sanktionen gegen die Dumpingpreise lässt die Anleger kalt. "Ziehen Sie ihre unangemessene Petition freiwillig zurück. (...) Es ist ein Gesetz der Marktwirtschaft, dass gewisse Unternehmen und Technologien zurückbleiben und vom Markt eliminiert werden", so die Reaktion des chinesische Solarverbandes.
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