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Streikdrohung von Lufthansa-Tochter

Steffen Eidam

Der Lufthansa drohen neue Turbulenzen. Ausgerechnet bei der Tochter Germanwings, die fortan als Speerspitze gegen die Billigflugkonkurrenz eingesetzt werden soll, fordern die Piloten mehr Geld.

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Die Kranich-Airline kommt nicht zur Ruhe. Nur kurze Zeit nach den Tarifstreitigkeiten mit dem Stammpersonal droht nun eine Auseinandersetzung bei Germanwings. Gerade erst wurde bei der Tochter eine Ausweitung des Streckennetzes verkündet. Nun drohen die Angestellten mit Ausstand.

Alte Abmachung hinfällig?

Wenn es nach den Verantwortlichen bei der Lufthansa geht, dann soll die Tochter Germanwings künftig den Low-Cost-Carriern wie Easyjet oder Ryanair das Leben schwer machen. Doch der geplante Ausbau der Tochter Germanwings (Ziel: 18 Millionen Passagiere im kommenden Jahr) gerät gleich zu Beginn ins Stocken. Wie der Spiegel berichtet, fordern die Angestellten des neuen Billigablegers eine Angleichung ihrer Bezüge an die der Kollegen bei der Kernmarke Lufthansa. Eine Abmachung aus dem Jahr 2004 würde ihrer Meinung mit dem geplanten Ausbau bei Germanwings ihre Gültigkeit verlieren. Damals stimmten die dort eingesetzten Piloten niedrigeren Gehältern zu. Allerdings unter der Voraussetzung, dass Germanwings völlig unabhängig von der Mutter bleibt und nicht zu stark wächst.

Offene Streikdrohung

Viel Zeit für eine Schlichtung bleibt nicht. Denn für den Fall, dass die Gespräche mit der Konzernleitung scheitern, haben die Vertreter einer Tarifkommission offen mit einem baldigen Streik gedroht. Wie bekannt wurde, sollen die Gehälter des Bordpersonals um bis zu 40 Prozent unter den Bezügen bei der Lufthansa liegen.

Ausgang offen

Die neuerliche Tarifauseinandersetzung könnte die Lufthansa-Aktie belasten. Anleger sollten daher mit dem Einstieg warten bis sich die Wogen geglättet haben. Aus charttechnischer Sicht bietet sich der Einstieg mit dem Sprung über den zentralen Widerstand bei 11,38 Euro an. Zudem können Schwächephasen zum Einkauf genutzt werden.

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