Markus Horntrich
Die Stratec Biomedical AG hat mit den kürzlich veröffentlichten Zahlen zum dritten Quartal ihre Ausnahmestellung untermauert. Mit einer starken Entwicklung bei Umsatz und Ergebnis in den Monaten Juli bis September hat der Diagnostiksystemhersteller einen großen Schritt Richtung zur Erfüllung der Jahresziele gemacht.
Stratec Biomedical gehört zu denjenigen Unternehmen, an denen die Krise sowohl im operativen Geschäft als auch im Kursverlauf nahezu spurlos vorbeigegangen ist. Eindrucksvoll wurde die Ausnahmestellung als ein Unternehmen mit zuverlässig planbarer Umsatz- und Ergebnisentwicklung mit den kürzlich vorgelegten Q3-Zahlen untermauert.
Kräftiges Wachstum
Nach neun Monaten erzielte der Spezialist für Analysensystem einen Umsatz von 80,2 Millionen Euro, was einem Plus von 15,p Prozent entspricht. Noch kräftiger stieg das EBIT mit plus 17,8 Prozent auf 15,1 Millionen Euro zu. Unter dem Strich verdiente Stratec 11,4 Millionen Euro, wobei ein einmaliger Effekt aus einer Steuernachzahlung im Zuge einer Steuerprüfung berücksichtigt ist. Das Nettoergebnis legte somit um 17 Prozent zu.
Zuversicht für das Gesamtjahr
Zuversichtlich für das Gesamtjahr stimmt der Umstand, dass die Birkenfelder im dritten Quartal mit einem Umsatzplus von 21,2 Prozent das Wachstumstempo forcieren konnten. Im Gespräch mit dem AKTIONÄR untermauerte Vorstandschef Marcus Wolfinger die Guidance für das Gesamtjahr. Bei Konzernerlösen von 114 bis 123 Millionen Euro will er eine EBIT-Marge von mindestens 18,5 Prozent schaffen. 2012 soll die Marge auf mindestens 19 Prozent steigen, den Umsatz zwischen 2011 und 2013 will er mit mindestens 17 Prozent pro Jahr steigern. Für die Jahre ab 2013 sorgt die im August geschlossenen Vereinbarung mit dem US-Konzern Quanterix für Impulse. Quanterix plant die Markteinführung der gemeinsam entwickelten automatischen Analysensysteme für Jahre 2013 und 2014. Von den drei für dieses Jahr in Aussicht gestellten drei neuen Entwicklungsprojekten hat Stratec damit zwei bereits in trockene Tücher gebracht. Ein weiteres dürfte also in den nächsten Monaten folgen.

Deutsche Bank und WestLB optimistisch
Auch die Analysten stehen der Aktie positiv gegenüber und schätzen die langfristige Planbarkeit des Geschäftsmodells. Die Deutsche Bank etwa erwartet bis zum Jahr 2013 Umsätze von 180 Millionen Euro und ein Ergebnis je Aktie von 2,37 Euro. Den fairen Wert der Aktie sieht man bei 40 Euro. Die WestLB hat Stratec Biomedical nach den Zahlen auf "Add" mit einem Kursziel von 35,00 Euro belassen.