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STADA: Schlägt Pfizer jetzt zu?

Frank Phillipps

Offenbar ist eine Entscheidung über den Verkauf von Ratiopharm gefallen. Den Zuschlag soll der Weltmarktführer erhalten haben. Auch die Aktie von STADA rückt damit wieder in den Mittelpunkt von Spekulationen.

Über Monate wurde verhandelt, nun soll eine Entscheidung gefallen sein: Marktgerüchten zufolge ist der Verkauf von Ratiopharm in trockenen Tüchern. Das Rennen um den deutschen Generika-Hersteller, der zum angeschlagenen Merckle-Imperium gehört, soll die israelisch-amerikanische Teva Pharmaceutical gemacht haben. Teva, Weltmarktführer bei kostengünstigen Nachahmermedikamenten, lieferte sich in den vergangenen Monaten einen Bieterkampf mit dem US-Pharmakonzern Pfizer und dem Finanzinvestor Actavis. Den Spekulationen zufolge soll der Kaufpreis bei über drei Milliarden Euro liegen. Einzelheiten dürften heute ab 14.00 Uhr bekannt werden. Für diesen Zeitpunkt hat Ratiopharm eine Pressekonferenz angekündigt.

STADA im Visier?

Die Gerüchte um Ratiopharm beflügeln heute auch wieder die Aktie des Konkurrenten STADA. Einige Marktteilnehmer erwarten nun, dass der Generika-Hersteller aus dem hessischen Bad Vilbel ins Visier von Pfizer geraten könnte, so denn die Amerikaner beim Ratiopharm-Verkauf leer ausgehen. Aus finanzieller Sicht wäre die Übernahme von STADA für Pfizer leicht zu stemmen. Die Hessen bringen derzeit rund 1,8 Milliarden auf die Börsenwaage. Unterstellt man eine Übernahmeprämie von 50 bis 70 Prozent wären die Hessen damit immer noch günstiger als Ratiopharm zu haben. Für Pfizer, Weltmarktführer bei verschreibungspflichtigen Originalmedikamenten, wäre der Einstieg ins Generika-Geschäft ein wichtiger strategischer Schritt, um die drohenden Umsatzeinbußen durch Patentabläufe zumindest teilweise zu kompensieren.

Zurücklehnen und kassieren

Wer der Empfehlung des AKTIONÄRS gefolgt ist, liegt mit der STADA-Aktie mittlerweile mehr als 150 Prozent im Plus. Das angegeben Etappenziel von 30 Euro ist annähernd erreicht und dürfte nur eine Durchgangsstation sein, sollten sich die Spekulation verdichten, dass Pfizer ernsthafte Übernahmeabsichten hegt. Dann dürfte auch der charttechnische Widerstand im Bereich von 30 Euro keine allzu große Hürde darstellen. Die Devise für Anleger lautet: Zurücklehnen und die Gewinne laufen lassen.

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