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Springt der Puma weit genug?

Steffen Eidam

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Am Dienstag präsentiert der Sportartikelhersteller Puma seine Daten für das abgelaufene Geschäftsjahr. Was erwarten die Analysten vom bevorstehenden Zahlenwerk.

Auf dem Sportartikelmarkt geben Nike und Adidas ganz klar den Ton an. Die Aktionäre von Puma hingegen machen schon längere Zeit keine Freudensprünge mehr. Einen Tag vor Bekanntgabe der Jahreszahlen stellt sich die Frage, erreicht Puma die anvisierten Ziele oder droht ein weiterer Rücksetzer? Wie geht es weiter unter dem Dach von PPR?

Ziele in Sicht

Um den fränkischen Adidas-Konkurrenten Puma, der vom französischen Luxusgüterkonzern PPR kontrolliert wird, ist es in den vergangenen Monaten ruhig geworden. Das wird sich am Dienstag mit der Bekanntgabe der Zahlen zum abgelaufenen Geschäftsjahr ändern. Puma hatte für 2010 einen Umsatzanstieg im mittleren bis hohen einstelligen Bereich als Zielgröße ausgegeben. Das bereinigte operative Ergebnis soll über dem des Vorjahres liegen. Die Analysten trauen dem Unternehmen aus Herzogenaurach ein derartiges Ergebnis durchaus zu. Im Durchschnitt erwarten sie einen Jahresumsatz in Höhe von 2,65 Milliarden Euro (plus  7,6 Prozent), gleichzeitig soll das bereinigte operative Ergebnis auf 340 Millionen Euro anziehen. Das Nettoergebnis soll von 128 auf 219 Millionen Euro steigen.


Sondereffekte belasten

Für das vierte Quartal erwarten die Experten einen kräftigen Umsatzsprung auf 564 Millionen Euro (plus 15 Prozent). Hierbei dürfte sich vor allem die Erholung in Nord- und Südamerika sowie die Übernahme der US-Golfmarke Cobra und günstige Währungseffekte bezahlt machen. Allerdings könnte der Überschuss den Analysten zufolge im Jahresvergleich von 16,2 auf 14 Millionen Euro sinken. Dies ist insbesondere den Problemen bei einem Joint-Venture in Griechenland geschuldet. Zudem drücken die hohen Kosten für Rohstoffe und Löhne auf das Ergebnis.

Neue Rolle im Konzern

Die Hoffnungen der Anleger ruhen vor allem auf Puma-Chef Jochen Zeitz, der zukünftig als Chef des Sport- und Lifestylebereichs bei Großaktionär PPR die Fäden zieht. Die Franzosen wollen sich künftig auf Sport und Luxus konzentrieren, Puma soll dabei eine tragende Rolle einnehmen. Umso genauer werden die Investoren beim Ausblick der Franken hinhören. Nach der 'Back on the attack'-Strategie soll der Umsatz in den kommenden Jahren im hohen einstelligen Prozentbereich wachsen und dann bis 2015 auf vier Milliarden Euro steigen. DER AKTIONÄR rät derzeit von einem Neueinstieg ab. Investierte Anleger bleiben aber dabei. Das mittelfristige Kursziel lautet auf 270 Euro. Anleger sollten ihren Stopp bei 165 Euro platzieren.

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