Thomas Bergmann
Filmreife Vorstellung: Der Filmrechtehändler Slendid Medien hat im ersten Halbjahr 2011 Umsatz und Gewinn erheblich gesteigert. Auch die Bilanzrelationen haben sich deutlich verbessert. Das Fazit fällt eindeutig aus.
Damit konnte nicht unbedingt gerechnet werden. Die Kölner Splendid Medien, Tipp des Tages am 26. August 2011, hat im ersten Halbjahr alle wichtigen Kenngrößen verbessert. Vor allem die Auswertungen im Home Entertainment verliefen sehr erfolgreich. Für das Gesamtjahr hält sich der Vorstand mit euphorischen Prognosen aber zurück.
Die Splendid-Gruppe hat im ersten Halbjahr den Umsatz um ein Drittel auf 21,1 Millionen Euro gesteigert. Dank einer verbesserten Kostenstruktur konnte das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) auf 2,1 Millionen Euro verbessert werden. Unter dem Strich verdiente der Konzern 17 Cent pro Aktie nach 2 Cent im Vorjahr. Die liquiden Mittel erhöhten sich trotz deutlich höherer Investitionen in das Filmvermögen auf 12,2 Millionen Euro. Die Eigenkapitalquote stieg gegenüber dem 31. Dezember 2010 von 38,4 auf 42,3 Prozent.
Erfolgreiche Auswertungen
"Wesentliche Umsatz- und Ergebnistreiber waren erfolgreiche Auswertungen im Home Entertainment", so das Unternehmen. Dieser Bereich ist für 85 Prozent der Umsätze verantwortlich. Insgesamt entwickelten sich alle Geschäftsbereiche "planmäßig und sehr zufriedenstellend".
Für das Gesamtjahr erwartet der Vorstand "eine moderate Umsatzsteigerung gegenüber dem Vorjahr und ein EBIT oberhalb des Vorjahreswertes".

Aktie ein Kauf
Zwar lassen sich die Halbjahresergebnisse nicht ohne Weiteres auf das Gesamtjahr hochrechnen, doch ist der Aufwärtstrend beim Filmrechtehändler klar erkennbar. Allein auf Basis der Q2-Ergebnisse wird das Unternehmen mit einem sehr moderaten KGV von 7,6 bewertet. Risikofreudige Anleger sollten daher versuchen, im Bereich von 1,30 Euro zum Zug zu kommen. Der Stopp wird bei 85 Cent belassen.