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George Soros: Das Grauen geht weiter

Andreas Deutsch

Laut Milliardär George Soros ist die Finanzkrise noch lange nicht vorbei. Die Investmentlegende geht davon aus, dass gerade erst der zweite Akt des Dramas erreicht worden ist. Nach Meinung Soros' ist "die Wirtschaft schwach und die Banken sind nicht stark genug."

Auf dem Bankengipfel in Wien, wo sich vor Kurzem führende Banker in der Wiener Hofburg zusammenfanden, malte Soros ein düsteres Bild von der Zukunft. "Bei einer Reduktion der staatlichen Stützungen droht ein Double-Dip", so der Investor. "Der Kollaps des Finanzsystems, wie wir es kennen, ist real und die Krise ist weit davon entfernt, vorüber zu sein. Tatsächlich haben wir gerade erst den zweiten Akt des Dramas betreten", wird Soros von der Nachrichtenagentur Bloomberg zitiert.

Böse Erinnerungen

Die aktuelle Situation der Weltwirtschaft erinnere Soros erschreckend an die 1930er-Jahre. Damals hätten die Regierungen ebenfalls unter Druck gestanden, ihre Budgetdefizite zu verringern, während die ökonomische Erholung schwach ausgefallen sei.

Lebende Legende

George Soros wurde vor allem wegen seiner erfolgreichen Spekulation gegen das britische Pfund bekannt. Im September 1992, in der Überzeugung, das Pfund Sterling sei überbewertet, wettete er massiv gegen diese Währung. Im Jahr 2008 war Soros mit einem Einkommen von 1,1 Milliarden Dollar der bestbezahlte Hedgefondsmanager.

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