Solarworld "verkaufen": US-Erfolg schwer wiederholbar
Die Aktie von Solarworld kommt trotz guter Nachrichten aus den USA und der deutschen EEG-Entscheidung nicht in Schwung. Auch weil die Analysten der WGZ Bank skeptisch bleiben.
Solarworld gibt es noch. Trader haben diesen Namen schon fast vergessen, taucht er doch seit Wochen nicht mehr in den Top/Flop-Listen auf. Auch der jüngste Aufschwung im TecDax und die positiven Solar-News konnten die Solarworld-Aktie bisher nicht aus dem Seitwärtstrend beziehungsweise der Lethargie reißen.
Für die Analysten der WGZ Bank (Kursziel 1,20 Euro) ist klar wieso: Die jüngste EEG-Einigung sollte für Solarworld keine Impulse bringen, da die Modulabsatzpreise und Margen weiter unter Druck blieben.
Nur falls auch in Europa chinesische Konkurrenten mit Strafzöllen belegt würden, würde sich das Umfeld für Solarworld entscheidend verbessern. Doch genau dies ist unwahrscheinlich. Der Erfolg in den USA - Solarworld hatte hohe Strafzölle für chinesische Konkurrenten initiiert - ist IHS iSuppli zufolge nicht auf Europa übertragbar. Die Marktforscher weisen darauf hin, dass in der EU höhere Standards als in den USA gelten würden. Historisch betrachtet wurden hier deutlich weniger Schutzzölle gegen chinesische Unternehmen verhängt.
Neue Wettbewerber
DER AKTIONÄR rät weiterhin, Solarworld zu meiden. Zumal sich die Konkurrenzsituation weiter verschärfen könnte. So sagte Dieter Manz vom Maschinenbauer Manz AG, dass er innerhalb von drei Jahren zahlreiche Quereinsteiger im Solarmarkt erwartet: "Samsung, LG und Foxconn werden alle investieren".

Abwärtstrend
Charttechnisch befindet sich Solarworld weiterhin im Abwärtstrend. Solange das Papier unter 1,40 Euro und der 38-Tage-Linie notiert, zeichnet sich keine mittelfristige Erholung ab. Dennoch zieht eine solch enge Seitwärtsbewegung in der Regel einen volatilen Ausbruch - in welcher Richtung auch immer - nach sich. Zumindest Trader sollten sich diesen Namen daher gut merken: Solarworld.
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