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Solarworld-Konkurrenz: Trina spart und Hanwha setzt auf Q-Cells

Florian Söllner

Viel Bewegung im Solarmarkt. Vor allem Modulhersteller müssen auf neue Strategien setzten, um sich im schwierigen Markt behaupten zu können. Solarexperten raten auch Solarworld, zu handeln.

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Harte Zeiten. Da die Preise für chinesische Solarmodule seit Jahresbeginn um weitere 20 Prozent auf 0,64 Euro pro Watt gefallen sind, muss selbst der Kostenführer Trina Solar reagieren. Die Chinesen kündigten Sparmassnahmen beim Personal und eine Neuaufstellung der Unternehmensbereiche an.  

Vorbild für Solarworld

Das Zentrum für Solarmarkforschung kommentierte: "Die Umstrukturierung bei Trina Solar zeigt einmal mehr, dass das Geschäftsmodell des integrierten Solarkonzerns den Marktbedingungen nicht mehr gerecht wird. Kein Konzern muß auf allen Stufen der Wertschöpfung selbst produzieren. Es ist daher konsequent, daß Trina Solar nun das Modulgeschäft vom Systemgeschäft trennt. Die unterschiedliche Nachfrage in den Einzelsegmenten kann nicht sinnvoll synchronisiert werden.“

Die Berliner haben gleichzeitig einen Ratschlag für Solarworld: "Solarworld muß in gleicher Weise die eigene Wertschöpfungskette auf den Prüfstand stellen."

Neue Konkurrenz

Die Solarexperten verweisen zudem auf neue Konkurrenz von Solarworld: "Nach der Übernahme von Q-Cells (siehe auch: "Am 12. März ist Schluss!") durch Hanwha hat Solarworld einen asiatischen Gegner, der nicht nur von Korea und von China aus operiert, sondern auch direkt im Heimatmarkt von Solarworld. Schon jetzt sind die Zahlen für Solarworld besorgniserregend: Im 2. Quartal 2012 setzte Solarworld in Deutschland 170 MW an Modulen ab, bei Hanwha waren es  bereits 131 MW.“

Dennoch: Der Anfang September gestartete Solarworld-Rebound (siehe auch: "Kommt jetzt der Rebound") ist noch nicht vorbei. Bei der Solarworld-Aktie sollten jedoch weiterhin nur Zocker mitspielen und ihre Gewinne bis zur Trendumkehr beziehungsweise Unterschreitung der 38-Tage-Linie laufen lassen.

Trina angeschlagen

Das Trina-Papier ist derzeit hingegen charttechnisch angeschlagen. Vorsichtige Investoren warten daher trotz der gestrigen deutlichen Kursgewinne eine komplette charttechnische Trendwende ab.

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