Solarworld gewinnt: EU-Verfahren gegen Trina, Yingli, Suntech und Co eingeleitet!
Nach dem US-Markt drohen chinesischen Solarfirmen nun auch Strafzölle beim Export nach Europa. Wie heute in Brüssel bekannt gegeben wurde, eröffnet die entsprechende EU-Kommission eine Anti-Dumping-Untersuchung.
Nun also doch. Die EU-Kommission teilte mit, eine Untersuchung gegen chinesische Solarmodulproduzenten einzuleiten. Auslöser: Unter der Initiative von Solarworld beschwerten sich europäische Solarfirmen über zu niedrige Modulpreise von Firmen wie Trina, Yingli oder Suntech. Immerhin 65 Prozent der in Europa verbauten Module stammen aus chinesischen Fabriken.
Doch während im Mai in den USA bereits ähnliche Zölle verhängt wurden, ist es in Europa noch lange nicht so weit. Die Untersuchung wird bis zu 15 Monate dauern, wobei bereits innerhalb von neun Monaten Sanktionen verhängt werden können. Zunächst wird die Kommission damit beginnen, verschiedene Marktteilnehmer zu befragen, inwieweit vermeintlich zu günstige Module der europäischen Wirtschaft schaden beziehungsweise die Verkaufspreise durch Subventionen künstlich niedrig gehalten werden.
Probleme für Suntech und Co
Bereits Anfang dieser Woche hatte das chinesische Portal Xinhua Insight berichtet, dass angesichts des schwierigen Marktumfeldes schon jetzt die meisten chinesischen Solarfirmen ihre Produktion gestoppt hätten. Würde die EU solche Schritte einleiten, würde einer großen Anzahl chinesischer Solarfirmen die Pleite drohen und der ganze Sektor ernsthaft getroffen werden. Alleine 2011 hatten chinesische Firmen für 36 Milliarden US-Dollar Waren nach Europa exportiert.

Während die chinesischen Solaraktien weiter unter Druck geraten dürften, könnte Solarworld zumindest temporär seinen Rebound fortsetzen. (siehe auch: "Kommt jetzt der Rebound")
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