Solarworld-Aktie: Absturz mit Folgen – die Details
Das einstige Vorzeigeunternehmen Solarworld kämpft um seine Zukunft. Der Solarkonzern hat gravierende Einschnitte bei Anleihen und Schuldscheinen angekündigt. Gläubigern droht nun der Schuldenschnitt. Der Aktienkurs brach um etwa 30 Prozent ein. Der Vorstand hat derweil ein Schloss am Rhein gekauft.
Die Krise der Solarbranche bringt das Vorzeigeunternehmen Solarworld finanziell immer stärker in Bedrängnis. Angesichts der wettbewerbswidrigen Marktbedingungen gehe Vorstand Frank Asbeck davon aus, dass "gravierende Einschnitte bei den Verbindlichkeiten der Gesellschaft, insbesondere den ausgegeben Anleihen und Schuldscheindarlehen notwendig sind", teilte das Unternehmen in der vergangenen Woche mit. Dies habe eine externe Prüfung der Unternehmensplanung für die kommenden Jahre ergeben.
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Wegen des Preisverfalls war das Unternehmen im dritten Quartal noch tiefer in die roten Zahlen gerutscht und hatte einen Verlust von rund 69 Millionen Euro erlitten. Für das Gesamtjahr erwartet der Konzern einen deutlich sinkenden Umsatz sowie einen hohen operativen Verlust. Um gegenzusteuern hatte Solarworld angekündigt sein Sparprogramm auszuweiten. Die Jahreszahlen will das Bonner Unternehmen am 21. März vorlegen.
Der Aktienkurs von Solarworld brach am Freitag um etwa 30 Prozent ein. Das Unternehmen muss wohl einen Schuldenschnitt durchführen. Im günstigsten Fall kann sich Solarworld mit den Gläubigern auf eine Finanzierung einigen, wie immer diese auch aussieht. Solarworld-Chef Asbeck sieht aber noch eine positive Perspektive für die angeschlagene Gesellschaft und kündigte weitere Maßnahmen zur Kostensenkung an. Aber: Kurz nach der Hiobbotschaft wurde bekannt, dass der Chef des Bonner Photovoltaikkonzerns dem Entertainer Thomas Gottschalk ein Schloss abgekauft hat. Der Erwerb liege aber schon länger zurück, erklärte Asbeck.
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