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Solarworld: Umsatzeinbruch, dreistelliger Millionenverlust, Aktie stürzt ab

Alfred Maydorn

Der Bonner Solarkonzern Solarworld hat am Montagmorgen seine Halbjahreszahlen vorgelegt und die Anleger enttäuscht. Der Umsatz ist 36 Prozent auf 430,1 Millionen Euro eingebrochen, dabei wurde ein operativer Verlust von 143,8 Millionen Euro erwirtschaftet. Die Aktie kommt im frühen Handel stark unter Druck.

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Ein gutes Ergebnis hatte niemand erwarten können, aber dass sich der operative Verlust (EBIT) von Solarworld 143,8 Millionen Euro erreichte, war dann aber doch überraschend. Im Vorjahreszeitraum konnte noch ein positives EBIT von 70,5 Millionen euro ausgewiesen werden. Entsprechend reagiert die Aktie des Solarkonzerns, die im frühen Handel um neun Prozent auf 1,17 Euro einbricht.

Aggressive Chinesen

Auch die Erläuterungen Solarworlds, der größte Teil der Verluste sei auf Wertberichtigungen zurückzuführen und daher nicht cashwirksam, beruhigte die Anleger nur wenig. Als Hauptgrund für den deutlichen Umsatzrückgang von 36 Prozent auf 430,1 Millionen Euro führt Solarworld den durch das Preisdumping der Chinesen ausgelösten Preisverfall an. Der Konzern sprach in diesem Zusammenhang von „aggressiven und von illegalen Handelspraktiken".

Keine Prognose

Eine Prognose für den weiteren Jahresverlauf blieb der Konzern schuldig, sondern teilte lediglich mit, dass Solarworld im Geschäftsjahr 2012 kein positives EBIT erzielen werde. Vorstandschef Frank Asbeck kündigte zudem an, 50 Millionen Euro in die Entwicklung neuer Produkte investieren zu wollen. Der Schwerpunkt soll im Bereich der Eigenstromnutzung und Innovationen in der patentegeschützten Zellproduktion liegen.

Aktie meiden

Die vorgelegten Ergebnisse beenden die abrupt die jüngsten Erholungstendenzen der Aktie. Das Papier von Solarworld verliert im frühen Parketthandel am Montag neun Prozent an Wert und notiert bei 1,17 Euro. DER AKTIONÄR bleibt bei seiner Einschätzung, die Aktie von Solarworld zu meiden.

 

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