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Solarworld: Tschüss Deutschland!

Alfred Maydorn

Kein schöner Tag für Solarworld-Aktionäre. Der Bonner Solarkonzern hat am Donnerstag einen Verlust für das abgelaufene Geschäftsjahr gemeldet. Gleichzeitig wurde die Solarförderung in Deutschland radikal gekürzt. Solarworld steuert dagegen und verlagert sein Geschäft ins Ausland.

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Der 23. Februar dürfte als „schwarzer Donnerstag" in die noch sehr junge Geschichte der Solarbranche eingehen. Die drastischen Kürzungen der Solarförderung treffen die angeschlagenen deutschen Solarunternehmen besonders hart. Auch für Solarworld wird es schwer, wenngleich der Konzern immer mehr seiner Umsätze im Ausland erwirtschaftet.

Flucht ins Ausland

Die Auslandsquote von Solarworld stieg im vergangenen Jahr auf 68 Prozent, im Vorjahr waren es noch 59 Prozent. Durch den zu erwartenden drastischen Einbruch des deutschen Solarmarktes dürfte sich der Auslandsanteil in diesem Jahr weiter drastisch erhöhen. Solarworld und auch die anderen Solarfirmen werden gezwungen, sich neue Märkte zu suchen.

Tief in die roten Zahlen

Aber auch im noch gut laufenden Solarjahr 2011 sind die deutschen Solarfirmen tief in die roten Zahlen gerutscht. Solarworld musste einen operativen Verlust (EBIT) von 233 Millionen Euro ausweisen. Belastet wurde das Ergebnis von sehr hohen Abschreibungen - insbesondere auf technologisch überholte Produktionsanlagen. Der Umsatz im Geschäftsjahr 2011 erreichte 1,07 Milliarden Euro und lag damit knapp 20 Prozent unter Vorjahresniveau.

Schwieriges Jahr 2012

Auch wenn Solarworld schon heute einen vergleichsweise hohen Auslandsanteil aufweist und insbesondere auf dem stark wachsenden Solarmarkt in den USA über eine gute Marktstellung verfügt, steht dem Bonner Solarkonzern ein sehr schwieriges Jahr bevor. Das gilt auch für die Aktie, deren zwischenzeitlicher Erholungskurs am Donnerstag radikal gestoppt wurde. Eine schnelle Erholung ist nicht zu erwarten.

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