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Solarworld: Keine Gewinne in Sicht

Florian Söllner

Selbst am heutigen guten Börsentag kommt die Solarworld-Aktie nicht richtig in Schwung. Das liegt auch an den deutlich gesunkenen Gewinnschätzungen. Sogar 2012 und 2013 droht ein Verlust.

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Die Solarworld-Aktie legt zum Wochenstart 2,5 Prozent zu. Ein richtiges Lebenszeichen sieht jedoch anders aus. Immer noch liegt die Aktie am Boden, inmitten einer engen Seitwärtsspanne. Noch gibt es keine Anzeichen für eine Wiederbelebung. Schließlich bleibt das Umfeld von hohen Überkapazitäten geprägt. Entsprechend haben die Analysten ihre Gewinnschätzungen auch in den letzten Wochen weiter nach unten angepasst. Während Anfang des Jahres im Schnitt für 2012 und 2013 eine schwarze Null für Solarworld erwartet wurde, liegt der Konsens nunmehr deutlich im roten Bereich. Für 2012 fürchten Analysten bei einem Umsatz von 900 Millionen Euro einen Nettoverlust von 22 Millionen. Selbst 2013 soll Solarworld sechs Millionen Euro Verlust einfahren.

Erst vor kurzem hatte Solarworld mitgeteilt, am Standord Freiberg 250 der 1.800 Stellen abzubauen. Die zumindest kurzfristig noch relativ komfortable finanzielle Situation hatte sich im ersten Quartal leicht verschlechtert: Die Eigenkapitalquote ist von 34 auf 29 Prozent gefallen. Aufgrund relativ hoher langfristiger Schulden beträgt die Nettoverschuldung mittlerweile 758 Millionen Euro (Q1 2011: 661 Millionen).

Asbeck bleibt kämpferisch

Firmenchef Frank Asbeck, dem bereits in den USA die Einführung von Strafzöllen gelungen war, bleibt indes gewohnt kämpferisch: "Wir produzieren in Deutschland und den USA, weil wir dort effizienter und qualitativ hochwertiger produzieren können als Wettbewerber in China. Und weil wir effizienter sind, dürfen wir gegen unlautere Handelspraktiken nicht untätig sein."

Zunächst dürfte die Lage jedoch ungemütlich bleiben. Vor allem, da es einen negativen Trend bei dem für die Margenentwicklung in den letzten Jahren so wichtigen Wafer-Langfristverträgen (siehe auch "Bilanz-Zündstoff") gibt.

Charttechnisch gibt es selbst für Kurzfrist-Trader aktuell keinen triftigen Grund, auf einen Rebound zu spekulieren. Zumal Solarworld weiterhin unter der orangen 38-Tage-Linie notiert und Chart-Momentum vermissen lässt. DER AKTIONÄR bleibt bei seiner Empfehlung, das Papier zu meiden.

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