Solarworld: Geht die Sonne unter?
Nachdem Solarworld in den letzten Handelswochen eine Gegenbewegung aufs Parkett legte, scheitert das Papier an einem charttechnischen Widerstand. Negative Analystenkommentare belasten den Solartitel zusätzlich. Wie sollten sich Anleger nun verhalten?
In den letzten Wochen legte Solarworld einen ordentlichen Rebound aufs Parkett. Die Solaraktie kletterte in einer dynamischen Aufwärtsbewegung von 1,10 um rund 40 Prozent bis auf 1,53 Euro im Hoch.
Negative Analystenstimmen
An dieser Kursmarke verläuft ein horizontaler Widerstand, an dem der Aktie am Freitag am die Puste ausging. Nach einem satten Plus drehte Solarworld im Handelsverlauf wieder ins Minus – ein Zeichen, dass die Bären nun wieder das Steuer übernommen haben. Zudem belastet ein negativer Analystenkommentar das Papier. Independendent Research bestätigte die Verkaufsempfehlung mit einem Kursziel von 1,00 Euro. Analyst Sven Diermeier ist der Meinung, dass die EU-Prüfung möglicher Strafzölle für chinesische Solaranbieter wegen Dumpingpreisen rund 15 Monate dauern werde und damit kurzfristig nicht als Kurstreiber fungiert.
Rebound vorbei?
Das Potenzial der Gegenbewegung könnte somit ausgeschöpft sein. Anleger, die der Reboundempfehlung des AKTIONÄR gefolgt sind, können einen Teil ihrer Position verkaufen. Auf lange Sicht bleibt das Papier ohnehin ein Spiel mit dem Feuer. So notiert die 2017 fällig werdende Anleihe mittlerweile nur noch bei 18 Prozent. Die Zweifel sind immens, ob Solarworld das geliehene Geld zurückbezahlen kann.

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