Markus Horntrich
Solarprojektierer wird 2009 den Umsatz verdoppeln und steht auch 2010 vor einem neuen Boomjahr.
Solarprojektierer wird 2009 den Umsatz verdoppeln und steht auch 2010 vor einem neuen Boomjahr.
Vor allem für Solarprojektierer laufen die Geschäfte im zweiten Halbjahr regelrecht heiß. Besonders dynamisch entwickelt sich dabei die kleine Payom Solar AG (WKN A0B 9AH), der 2009 eine Umsatzverdopplung ins Haus steht.
Payom-Chef Jörg Truelsen ist muss ständig neue Solarmodule ordern. Denn das Geschäft mit Sonnenenergie boomt. Der Preisverfall hat in Deutschland im Herbst zu einem regelrechten Run auf Solaranlagen geführt. Gerade Projektierer wie Payom Solar, die sich um die Planung und den Bau kümmern und die Module selbst günstig einkaufen können, profitieren unmittelbar von der Erholung.
Planungen werden überrannt
Die Kunden stehen wieder Schlange. Die noch Anfang des Jahres reichlich vorhandenen Module sind daher zur Mangelware geworden. Doch anders als viele Wettbewerber hatte Payom vorgesorgt und sich frühzeitig beim chinesischen Partner Yingli Modul-Kontingente gesichert - die nächste Schiffsladung wird im Dezember erwartet.
Der Boom zeichnet sich auch deutlich in den heute veröffentlichten Zahlen von Payom Solar ab. In den ersten neun Monaten stieg der Umsatz gegenüber dem Vergleichszeitraum 2008 um 22,3 Prozent auf 31,46 Millionen Euro. Gleichzeitig verbesserte sich das EBIT um 13,3 Prozent auf 1,88 Millionen Euro. Auch im vierten Quartal läuft das Geschäft nach Unternehmensangaben "extrem gut". "In Anbetracht der Tatsache, dass allein im Oktober noch einmal rund 20 Millionen Euro Erlöse durch die Bücher gegangen sind, nähern wir uns auch in diesem Jahr wieder einer Umsatzverdoppelung", so das Management.
2010 ein weiteres Boomjahr
Auch nächstes Jahr soll der Payom-Boom weitergehen. Der Solarfirma liegen offenbar so viele Aufträge vor, dass auch das erste Quartal 2010 wieder ein Rekordquartal werden dürfte. DER AKTIONÄR rechnet damit, dass Payom Solar schon 2010 mehr Umsatz erzielen könnte, als SES Research für das Jahr 2011 schätzt - also rund 100 Millionen Euro. Zum Vergleich: Die Marktkapitalisierung des Solar-Spezialisten liegt bei gerade einmal 18 Millionen Euro.
Solar-Schnäppchen
SES Research sieht ein Kursziel von 22,50 Euro. Aufgrund des günstigen 2010er-KGVs von knapp 8 stehen die Chancen gut, dass sich die Aktie von Payom Solar diesem Niveau tatsächlich schnell annähert. Ein Stopp sollte bei 11,00 Euro platziert werden.