Solar-Einigung: Solarworld, Q-Cells, Conergy und der heimliche Gewinner
Am Mittwochabend haben sich Bund und Länder nach langem Streit auf einen Kompromiss bei der Solarförderung geeinigt. Die Kürzungen fallen etwas geringer aus als ursprünglich geplant. Welche deutschen Solarunternehmen profitieren am stärksten von der Einigung?
Der Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat hat am Mittwochabend mitgeteilt, dass er im Streit um die Förderung von Solarstrom einen Kompromiss erzielt hat. Während nach Protesten der Länder die Kürzungen bei Dachanlagen zum Teil abgemildert werden, gibt es für große Solarparks weiterhin 20 bis 30 Prozent weniger Förderungen.
Neue Obergrenze
Neu ins Gesetz aufgenommen wurde eine Obergrenze von 52.000 Megawatt installierter Solarleistung. Wird sie erreicht, gibt es keine Förderung des Solarstroms mehr. Bis dahin bleibt aber der Ausbaukorridor von 2.500 bis 3.500 Megawatt pro Jahr ohne Absenkung erhalten. Derzeit sind in Deutschland Solaranlagen mit einer Gesamtleistung von rund 28.000 Megawatt installiert.
Gute Nachrichten für Solarworld
Während die absolute Leistungsobergrenze sicherlich nicht im Sinne der Solarbranche ist, dürften die abgemilderten Kürzungen bei mittelgroßen Dachanlagen bei einigen Solarfirmen sehr gut ankommen. Insbesondere Solarworld dürfte von dieser neuen Regelung profitieren. Q-Cells und Conergy hingegen eher weniger, weil sich beide Konzerne mehr auf größere Freiflächenanlagen fokussieren.
Größter Gewinner Centrosolar
Größter Gewinner der bevorzugten Förderung von Dachanlagen dürfte indes Centrosolar sein. Das Unternehmen aus München hat sich komplett auf Dachanlagen spezialisiert. Nicht zuletzt die Diskussionen um die Kürzungen der Förderungen haben den Kurs bis auf unter 0,50 Euro einbrechen lassen, aktuell notiert die Aktie wieder bei 0,80 Euro. Noch vor zwölf Monaten wurden über vier Euro für einen Anteilschein bezahlt.

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