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Solar-Schock: Sunpower-Aktie bricht ein

Florian Söllner

Das US-Solarunternehmen Sunpower verliert 17 Prozent. Grund sind mögliche Buchungsfehler. Das Papier sollte nach dem Einbruch und der anhaltenden Unsicherheit vorerst gemieden werden.

Die meisten Solaraktien erleben gerade aufgrund der wieder anziehenden Endkundennachfrage ein Comeback. Nicht jedoch das Papier der US-Firma Sunpower (nicht zu verwechseln mit der chinesischen Suntech Power). Grund ist eine Meldung, die es im negativen Sinne in sich hat. Der Hersteller besonders leistungsfähiger Solarmodule teilte mit, dass bei einer internen Prüfung Unregelmäßigkeiten in der Bilanz festgestellt wurden. Betroffen ist die Produktionsstätte auf den Philippinen. Vor allem die Kosten sind offenbar falsch bewertet worden. So sollen etwa im zweiten Quartal 2008 die Ausgaben um rund 14 Millionen Dollar zu niedrig angesetzt worden sein. Details dazu will Sunpower innerhalb von 30 Tagen veröffentlichen. Der bisherige operative Ausblick für das vierte Quartal 2009 hätte jedoch Bestand, so die Firma.

DER AKTIONÄR hatte bereits im Oktober berichtet, dass ein Solar-Analyst die aggressive Bilanzierung vieler Solarfirmen beanstandet.

Aktie meiden!

Anleger, die in eine US-Solarfirma investieren wollen - was an sich eine gute Idee ist, da sich der US-Endkundenmarkt bis 2012 versechsfachen dürfte - können auf den Dünnschicht-Spezialisten First Solar oder den deutschen, in den USA stark vertretenen Hersteller Solarworld setzen. Sunpower sollte bis auf weiteres gemieden werden.

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