Software AG: Überraschend starkes Lizenzgeschäft
Die Software AG hat zwar im zweiten Quartal bei den meisten Kennziffern schlechter abgeschnitten als erwartet, doch im Geschäft mit Lizenzen konnte er die Prognosen deutlich übertreffen. Die Aktie ist stark nachgefragt.
Deutschlands zweitgrößter Softwarehersteller hat von April bis Juni wegen des Ausbaus des Vertriebs weniger verdient, im Lizenzgeschäft aber richtig aufgetrumpft. Die Lizenzumsätze stiegen im Vergleich zum Vorjahresquartal von 58 auf 76 Millionen Euro. Das sind zehn Millionen Euro mehr als erwartet.
Hoffnungsträger Integrationssoftware
Vor allem das Geschäft mit der Integrationssoftware BPE entwickelte sich dank starker Nachfrage aus Europa, Südafrika und Amerika hervorragend. Die Erlöse stiegen um knapp 50 Prozent und damit um 20 Prozent stärker als von den Experten prognostiziert. Das Stammgeschäft Datenbanksoftware wuchs mit 20 Prozent ebenfalls schneller als erwartet.
Der Umsatz blieb hingegen mit 258,6 Millionen Euro hinter den Erwartungen zurück. Das lag am schrumpfenden SAP-Beratungsgeschäft, das dem sich die Darmstädter langsam zurückziehen. Zudem litt die Servicesparte unter den schwachen Lizenzverkäufen der vergangenen Quartale.
Weniger Gewinn
Die Ausgaben für den Vertrieb in den USA und anderen Schlüsselmärkten belasteten den Gewinn. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sank um drei Prozent auf 57,1 Millionen, der Überschuss von 38,7 auf 37,5 Millionen Euro. Die Experten hatten mit 58,9 Millionen beziehungsweise 40 Millionen Euro gerechnet.
"Unsere Investitionen in Vertrieb und Marketing bewirken nachhaltiges Wachstum und zeigen erste Erfolge in Nordamerika", so Finanzvorstand Arnd Zinnhardt. "Daher werden wir unsere Investitionen in Vertriebs- und Marketingaktivitäten in den kommenden Quartalen weiter fortsetzen." Für das Gesamtjahr erwartet die Gesellschaft weiterhin eine EBIT-Marge von 23 bis 24,5 Prozent.

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Die höheren Lizenzerlöse kommen heute bei den Anlegern gut an. Zudem hat Branchenprimus SAP die vorläufigen Zahlen bestätigt und seinen Ausblick bekräftigt. DER AKTIONÄR wiederholt daher seine Kaufempfehlung für das in der aktuellen Ausgabe 31/2012 vorgestellte Bonuszertifikat.
mit Material von dpa-AFX
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