Softbank in Milliardendeal mit Sprint: Was bedeutet das für die Telekom?
Die Aktie der Deutschen Telekom startet mit Aufschlägen in die neue Handelswoche. Wie Bloomberg berichtet, steht der japanische Mischkonzern Softbank vor einer milliardenschweren Übernahme des US-Mobilfunkers Sprint. Davon würden auch die Deutschen profitieren - über zwei Ecken.
Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Kreise meldet, steht Softbank unmittelbar vor dem Kauf von Sprint. Für eine Mehrheitsbeteiligung von 70 Prozent an dem drittgrößten US-Mobilfunkanbieter seien die Japaner bereit, bis zu 20 Milliarden Dollar (15,38 Mrd. Euro) auf den Tisch zu legen. Sowohl Softbank als auch Sprint haben sich bislang nicht zu den Gerüchten geäußert. Der japanische Mischkonzern hat jedoch für 10 Uhr MESZ eine Pressekonferenz angekündigt. Die Aktien der Deutschen Telekom reagieren auf die Nachrichtenlage mit leichten Aufschlägen um 0,3 Prozent.
Markt kommt ins Rollen
Softbank will laut Bloomberg für zwölf Milliarden Dollar bestehende Sprint-Aktien kaufen und weitere acht Milliarden Dollar in neue auszugebende Aktien stecken. Je Sprint-Papier wollen die Japaner 7,30 Dollar zahlen. Zuletzt notierte die Aktie an der New Yorker Börse mit 5,73 Dollar. Bei Tradegate werden die Papiere bereits mit 5,25 Euro gehandelt, ein Plus von 19,2 Prozent gegenüber dem Schlusskurs vom Freitag.
Sprint selbst wird Übernahmehunger nachgesagt. Neben den ausstehenden Anteilen an Clearwire habe Sprint Interesse am kleineren Konkurrenten MetroPCS. Dieses Unternehmen hatte sich jüngst auf die Übernahme durch die amerikanische Telekom-Tochter T-Mobile USA geeinigt.
Gefahr eines Bieterwettstreits gebannt
Marktbeobachter gehen davon aus, dass Sprint nach einem Softbank-Deal zunächst einmal eigene Expansionspläne auf Eis legen könnte. Damit wäre die Gefahr einer Gegenofferte für MetroPCS und ein möglicher Bieterwettkampf zwischen Sprint und der Telekom gebannt.

DER AKTIONÄR bleibt bei seiner jüngst geäußerten positiven Einschätzung für die T-Aktie. Der Titel erscheint nach der Konsolidierung in den letzten Tagen attraktiv bewertet und lockt zudem mit der höchsten Dividendenrendite im DAX (>8%).
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