So reagieren die Experten auf die Zahlen von Nokia
Gestern wurde die Aktie des angeschlagenen finnischen Handyherstellers Nokia ordentlich durchgeschüttelt. Nach Bekanntgabe der Q1-Zahlen und einem kurzen Kursschub auf 3,18 Euro, brach die Aktie in sich zusammen und rutschte erstmals deutlicher unter die Marke von drei Euro. Die Analysten sind uneins, welches Potenzial die Aktie hat.
Seit April herrscht Ausverkauf bei Nokia. Nur geht es bei den hohen Absatzzahlen nicht um Handys, sondern um die Papiere des wankenden Mobilfunkriesen, die die Anleger zu Tiefstpreisen abstoßen. Alleine in den vergangenen drei Wochen hat das Papier rund 30 Prozent seines Wertes eingebüßt. Ein Allzeittief wurde gestern bei 2,849 Euro erreicht. Grund dafür waren die schwachen Zahlen des ersten Quartals.
Analysten uneins
Grund genug für viele Bankhäuser, die Situation durch ihre Analysten neu bewerten zu lassen. Bisher gaben acht Experten in den letzten 24 Stunden ihre Meinung zu dem Konzern ab. Neben drei Kaufempfehlungen gab es fünf Mal die Empfehlung „Hold“. Zum Verkauf der Aktie rät bei diesen Tiefstständen niemand mehr.
Einzig die Analysten von Jefferies sehen bei einem Kursziel unter dem aktuellen Stand der Aktie bei 2,90 Euro noch Abwärtspotenzial. Sie taxieren den fairen Wert des Papiers auf 2,76 Euro und haben die Aktie auf „Halten“ gestuft. Ebenfalls zum Halten raten neben Nomura (Ziel 3,20 Euro) und Barclays (Ziel 3,15 Euro) auch die Experten von Goldman Sachs. Sie sehen ein Kurspotenzial bis 3,35 Euro, belassen ihr Urteil auch auf Hold. Das positivste Statement kommt einmal mehr von Alpha Value, die mit einem Kursziel von 5,15 Euro die Aktie zum Kauf empfehlen.

Weiter Ruhe bewahren
Der AKTIONÄR bleibt bei seiner Einschätzung und empfiehlt zunächst einmal eine Bodenbildung abzuwarten, bevor sich die Anleger über einen spekulativen Einstieg Gedanken machen sollten.
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