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Aktie trifft Investor (Teil III)

Florian Söllner

Auf dem Rhein nahe Bonn präsentieren sich heute im Rahmen einer Small-Cap-Konferenz mehrere Unternehmen. DER AKTIONÄR berichtet exklusiv.

Bereits zum siebten Mal veranstaltet die IR-Beratungsgesellschaft Rüttnauer Research die Small-Cap-Konferenz, auf der sich Unternehmen ausgewählten Investoren, Analysten und Journalisten präsentieren. DER AKTIONÄR berichtet exklusiv von der Veranstaltung.

mic AG: Impulsreich

Jetzt ist Claus-Georg Müller, Chef der mic AG, an der Reihe. Die Beteiligungsgesellschaft beteiligt sich bereits sehr früh an Firmen. Teilweise steigen die Münchner schon ein, sobald die Idee frisch geboren wurde. Derzeit befinden sich 13 Firmen im Portfolio. Dieses Jahr dürften noch mindestens drei Beteiligungen dazukommen. Ziel ist es, die Mehrheit der Anteile zu kaufen. So besitzt die mic AG derzeit etwa 66 Prozent an der u-gps Optics Gmbh, einem Spezialisten für 3D-Vermessungen mit höchster Genauigkeit. Ein von u-gps auf der Hannover Messe vorgestellter Prototyp sei gerade auf "äußerst positive" Resonanz gestoßen. Und die Pimon GmbH (100 Prozent) stehe gerade vor einem großen Projekt in Indien - hier geht es um die glasfaserbasierte Überwachung von Pipelines. Die Pimon-Technologie bezeichnet Müller im seinem Vortrag als "revolutionär" .

Es stehen offenbar positive Impulse an: "Bei mindestens drei Firmen sind wir in sehr engen Verhandlungen, was eine Übernahme beziehungsweise den Verkauf betrifft", so Müller. Die Portfoliofirmen seinen grundsätzlich derzeit "sehr, sehr gut unterwegs". Daher blickt Müller auch was die Zahlen angeht "sehr optimistisch" auf dieses und nächstes Jahr.

Nanogate: Berührend

Mit der Vision "Touch us every day" betritt nun Nanogate-Chef Ralf Zastrau die Bühne. Egal oder unter der Dusche oder im Auto, wir alle berühren regelmäßig "Nanogate" - denn immer mehr Oberflächen werden mit Technologien der Gesellschaft behandelt. Damit werden Sportgeräte leistungsfähiger und Automotoren laufen laut Zastrau länger und sparsamer. Gemeinsam mit Bosch wurde etwa ein System entwickelt, um dem Wirkungsgrad von Heizungen zu steigern.

Das überzeugt auch die Kunden: Während Analysten im ersten Halbjahr 13 Millionen Euro Umsatz erwartet hatten, wurden tatsächlich 16 Millionen Euro erzielt. Unter anderem wurden mit Audi und BMW neue Projekte gestartet. "Wir sind auf dem richtigen Weg", ist sich Zastrau sicher. Die Marktprognosen von Experten untermauern diesen Optimismus: Zwischen 2010 bis 2015 soll der Weltmarkt für Nano-Beschichtungen mit jährlich 20 Prozent auf 600 Millionen Euro zulegen. Davon will sich Nanogate ein großes Stück abschneiden: Das mittelfristige Ziel sind Umsätze über 50 Millionen Euro bei einer EBITDA-Marge von mindestens 20 Prozent. Das Ziel für dieses Jahr sind mindestens 30 Millionen Euro Umsatz. Hier ist den Ausführungen von Zastrau zufolge wohl eher eine positive als negative Überraschung zu erwarten. Die EBITDA-Marge soll dabei über zehn Prozent liegen.

Openlimit: Selbstkritisch

Bereits das dritte Mal ist Openlimit auf der RR-Konferenz. Über die Entwicklung des Spezialisten für die elektronische Signatur- und Authentifizierung berichtet Vorstandschef Marc Gurov. Großer Wachstumstreiber für den SmallCap ist die Einführung des elektronischen Ausweises. Bereits dieses Jahr werden rund 100 Anwendungen für die Bürger rund um den neuen Ausweis verfügbar gemacht.

"Wir haben aktuell Projekte in der Pipeline, wo es etwa darum geht, sich per eID in Clouds sicher einzuwählen", so Gurov. Das übergeordnete Ziel von Openlimit sei es, eine in allen wesentlichen Märkten einsetzbare Authentisierungslösung zu entwickeln und zu platzieren. Künftig will man sich in weiteren europäischen Ländern an Ausschreibungen beteiligen.

Selbstkritisch gibt Gurov zu: "Im ersten Halbjahr lagen wir unter unseren Erwartungen". Die Umsätze legten um 21 Prozent auf 1,8 Millionen Euro zu und das EBIT lag mit 1,7 Millionen Euro im Minus. Im zweiten Halbjahr will er jedoch stärker wachsen.

Die zuletzt schwache Aktienkursentwicklung erklärt er sich auch damit, dass das Geschäftsmodell von Openlimit nicht von allen Marktteilnehmern verstanden werde. Schließlich würden dieses Jahr Technologien fertig gestellt, die sich nun mittelfristig auszahlen dürften. Insbesondere ab 2013 erwartet sich Gurov aufgrund des Durchbruchs des digitalen Ausweises "dynamisches Wachstum".

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