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SMA Solar mit Rekordzahlen - Börsianer enttäuscht

Norbert Sesselmann

Der Solarboom in Deutschland hat SMA Solar das beste Halbjahresergebnis beschert: Der Umsatz hat sich mehr als verdreifacht - der Nettogewinn sogar versechsfacht. Die erfolgsverwöhnten Anleger zeigten sich trotz dem hervorragenden Ergebnis enttäuscht.

In der ersten Jahreshälfte erzielte SMA Solar das beste Ergebnis seiner Firmengeschichte. Der Umsatz verdreifachte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Das EBIT stieg im Vergleich zum ersten Halbjahr 2009 um mehr als das Sechsfache auf 220 Millionen Euro. Dennoch liegt das TecDAX-Unternehmen mit seinen Ertragszahlen unter den Erwartungen. Die Analysten hatten im Schnitt mit einem EBIT von 227,6 Millionen Euro gerechnet. Der Überschuss stieg von 26 auf 158,2 Millionen Euro.

Weltmarktführer

SMA Solar produziert Wechselrichter, die das Herzstück einer Solaranlage sind: Diese Wechselrichter wandeln den erzeugten Gleichstrom in den benötigten Wechselstrom um. In diesem Bereich ist das Unternehmen Weltmarktführer mit einem Marktanteil von mehr als 40 Prozent. SMA Solar profitiert davon, dass es im Moment einen Engpass bei seinen Produkten auf dem Markt gibt. Das treibt den Preis in die Höhe.

Profitabilität steigt

Für das Gesamtjahr 2010 zeigt sich der Vorstand optimistisch. Der Umsatz soll auf 1,5 Milliarden bis 1,8 Milliarden Euro steigen. Ursprünglich ist man hier von 1,1 bis 1,3 Milliarden Euro ausgegangen. Dabei will der Konzern profitabler werden. Nach einer Gewinn-Marge von 24,5 Prozent im vergangenen Jahr soll diese auf 24 bis 27 Prozent zulegen. Ein guter Anfang ist bereits gemacht: In der ersten Jahreshälfte lag die Rendite schon bei 27 Prozent.

Unsicherheiten vorhanden

Die Aktie von SMA Solar befindet sich seit Anfang 2010 in einer Seitwärtsphase. Dabei erweist sich die obere Begrenzung bei ungefähr 100 Euro als heftiger Widerstand. Ein Überschreiten dieser Marke ist als enormes Kaufsignal zu werten. Nach unten sollte es zu keinem nachhaltigen Unterschreiten der Unterstützungsmarke von 80 Euro kommen. DER AKTIONÄR bleibt bei seiner Einschätzung: Investierte Anleger sollten dabeibleiben. Neueinsteiger legen ein Kauflimit bei 104 Euro. Stoppkurs bei 77 Euro.

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