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Sky Deutschland: Sell-Off setzt ein

Leon Müller

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Die Aktie der Sky Deutschland AG steht am Freitagmorgen massiv unter Druck. Zum zweiten Mal innerhalb weniger Stunden ist der Titel unter die wichtige Marke von einem Euro gerutscht - dieses Mal in aller Deutlichkeit. Sky Deutschland ist Schlusslicht im MDAX. Der mit dem Unterschreiten von einem Euro befürchtete Sell-Off zeichnet sich nun ab.

Gestern noch wies DER AKTIONÄR auf die prekäre Lage hin, in der sich die Aktie der Münchener Sky Deutschland AG befindet. Den Kampf mit der wichtigen Ein-Euro-Marke scheint sie nun verloren zu haben. Am Freitagmorgen notiert das Papier des Pay-TV-Anbieters mit einem Minus von über vier Prozent bei nur noch 0,964 Euro und hat damit den Status eines Pennystocks erlangt. Bereits gestern unterschritt der Titel die Marke erstmalig, markierte bei 0,991 Euro einen neuen Tiefstkurs. Für den weiteren Handelsverlauf verheißt das nichts Gutes. Ein vermeintlich einmaliger Abschlag könnte in einem wahren Sell-Off münden...

Käufer bleiben weg

Standen gestern noch große Blöcke auf der Geld-Seite, überwiegt heute eindeutig die Zahl der Verkäufer das Geschehen. Die Unterstützung bleibt offenbar aus. Dabei gilt die Marke von einem Euro als wichtig, nicht nur psychologisch. Oftmals trennen sich Banken und Fonds von einer Position, wenn sie die Schwelle zum Pennystock unterschreitet.

Deutliche Kursverluste

Infolge des deutlichen Unterschreitens der Ein-Euro-Marke könnte sich die Talfahrt der Sky-Aktie nochmals beschleunigen. Insbesondere dann, wenn die Aktie auf Schlusskursbasis als Pennystock ins Wochenende gehen sollte. Investierte Anleger sollten das Papier nicht aus den Augen lassen, erhöhte Aufmerksamkeit ist geboten. Auch, weil Analysten sich zuletzt skeptisch hinsichtlich der weiteren Entwicklung geäußert haben.

So hat etwas Viscardi-Analyst Peter-Thilo Hasler eine Kurshalbierung in Aussicht gestellt. Goldman Sachs senkte das Kursziel von 1,59 auf 1,10 Euro. Die Landesbank Berlin sieht den fairen Wert immerhin bei 1,00 Euro.

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