Leon Müller

Vegetierte die Aktie des Münchener Bezahlsenders Sky Deutschland wochenlang vor sich hin, setzte sie gestern zum Befreiungsschlag an. Der seit Monaten bestehende Abwärtstrend gilt nun als aufgelöst - vorerst zumindest. Denn der Kampf mit der 38-Tage-Linie ist noch nicht entschieden.
Ein schwaches Gesamtmarktumfeld zum Trotz schoss die Aktie des Münchener Bezahlsenders Sky Deutschland am Dienstag in die Höhe. Erst zaghaft, dann mit Karacho, sprang das MDAX-Papier über den seit Monaten bestehenden Abwärtstrend. Kaum war die Marke geknackt, kletterte die Notierung bis auf 1,936 Euro. Erst im späten Handel ließen Gewinnmitnahmen das Plus ein wenig zusammenschmelzen. Am Ende des Tages stand dennoch ein stattliches Plus in Höhe von 5,52 Prozent - Schlusskurs 1,911 Euro. Reicht das für eine nachhaltige Wende?
38-Tage-Linie im Auge behalten
Die Dynamik hinter dem gestrigen Anstieg war beachtlich. Dennoch hatte die Sky-Aktie mit der 38-Tage-Linie bei 1,8936 Euro zu kämpfen. Im späten Handel rutschte sie sogar darunter, schloss in Stuttgart bei 1,89 Euro, in Frankfurt immerhin bei 1,91 Euro. Das Bild ist folglich uneinheitlich. Sollte sie am Mittwoch darunter eröffnen, könnte es zu einem Test des Abwärtstrends bei 1,82 Euro kommen. Verliefe der Test dieser Marke erfolgreich, müsste dies als Bestätigung des gestern gelieferten Kaufsignals gewertet werden.

Nächster Widerstand bei 2,00 Euro
Oberhalb der 38-Tage-Linie wartet im Bereich um 2,00 Euro der nächste Widerstand auf die Sky-Aktie. Dort verläuft der kurzfristige, deutliche flachere Aufwärtstrend. Trotz des bullishen Signals am Dienstag rät DER AKTIONÄR von einem Engagement auf der Long-Seite ab. Die Aktie des Münchener Bezahlsenders ist auch auf dem seit Wochen niedrigen Kursniveau deutlich überbewertet.