Norbert Sesselmann

Der führende deutsche Autovermieter Sixt hat nach einem starken Schlussquartal die eigenen Erwartungen für das Gesamtjahr 2009 übertroffen. DER AKTONÄR bleibt bei seiner Kaufempfehlung.
Der Sixt-Konzern hat nach vorläufigen Berechnungen ein Ergebnis vor Steuern (EBT) von 15,1 Millionen Euro ausgewiesen. Damit wurde das Ziel eines deutlich positiven EBT klar erreicht. Der Konzernüberschuss nach Steuern lag im Gesamtjahr 2009 bei 10,4 Millionen Euro nach 61,4 Millionen Euro im Vorjahr. Insgesamt erzielte der Konzern einen Umsatz von 1,60 Milliarden Euro (2008: 1,77 Milliarden Euro).
Dienstleistungen gefragt
Trotz der internationalen Finanzkrise und weltweiter Rezession blieb die Nachfrage nach Sixt-Mobilitätsdienstleistungen im Jahr 2009 auf hohem Niveau stabil. Die Vermietungserlöse lagen mit 758 Millionen Euro nur um 3,9 Prozent unter dem Vorjahreswert. Die Erlöse aus Leasinggeschäften erreichten 406,6 Millionen Euro und blieben ebenfalls nur leicht unter dem Niveau von 2008. In beiden Bereichen wirkte sich umsatzdämfend aus, dass das Unternehmen auf nicht ausreichend profitable Erlöse verzichtet hat.
Guter Ausblick
Der Vorstand wird für das Geschäftsjahr 2009 eine Dividende von 0,20 Euro je Stammaktie und 0,22 Euro je Vorzugsaktie vorschlagen. Damit wird sich die Ausschüttungsquote, gemessen am Konzernüberschuss, von 33 Prozent auf 50 Prozent erhöhen. Die Konzernführung äußert sich für das laufende Geschäftsjahr optimistisch. Auf der Ergebnisseite wird der Konzern von Kostensenkungsmaßnahmen und Effizienzsteigerungen profitieren. Vor diesem Hintergrund ist zwar 2010 ein Rückgang des Konzernumsatzes zu erwarten. Wegen den ergriffenen Maßnahmen wird das EBT gegenüber dem Vorjahr aber deutlich steigen.

Stammaktie kaufenswert
DER AKTONÄR bleibt auch nach Bekanntgabe der Zahlen bei seiner positiven Einschätzung. Im frühen Handel gibt die Aktie einige Prozentpunkte nach. Langfristig bleibt die Aktie nach fundamentalen Gesichtspunkten aber weiter kaufenswert. Der Kurs der Sixt-Stammaktie bewegt sich in einem intakten Aufwärtstrend. Risikobewusste Anleger können auf dem aktuellen Niveau Positionen aufbauen. Erst bei einem signifikanten Bruch des Aufwärtstrendkanals nach unten sollten Zukäufe zurückgestellt werden. Ein Stopp bei 21,50 Euro sichert die Position nach unten ab.