Sascha Grundmann

Am Montag zieht die Aktie von Singulus deutlich an. Nach den deutlichen Kursverlusten der vergangenen Monate scheint das Papier des Spezialmaschinenbauers jetzt wieder verstärkt ins Visier einiger Börsianer zu rücken. Das hat einen triftigen Grund.
In einem insgesamt sehr starken TecDAX gehört die Aktie von Singulus am Montagnachmittag zu den stärksten Werten des Technologieindexes. Sie liegt rund zweieinhalb Prozent über dem Schlusskurs von Freitag letzter Woche. Und schon fragen sich die Anleger, ob die Notierung des Spezialmaschinenbauers nun endlich den seit April gültigen Abwärtstrend verlassen kann. In den vergangenen drei Monaten hatte sie von ihrem Hoch bei 6,75 Euro zeitweise um immerhin knapp 40 Prozent abgegeben.
Positive Überraschung?
Charttechnisch kann allerdings noch keine Entwarnung gegeben werden, die Aktie befindet sich nach wie vor mittendrin in einem Abwärtstrendkanal (siehe Chart unten). Das jüngste Kursplus dürfte allerdings auch weniger der charttechnischen Verfassung als vielmehr dem nächsten Unternehmenstermin geschuldet sein: Am morgigen Dienstag gibt Singulus die Zahlen für das zweite Quartal des Geschäftsjahres bekannt. Und hier spekulieren einige Anleger möglicherweise auf eine positive Überraschung.
Bislang geht der Durchschnitt der Analysten von einem Anstieg des Auftragseingangs von 23,4 Millionen (Vorjahresquartal) auf 27,5 Millionen Euro aus. Der operative Verlust soll sich von 31,7 auf 25,5 Millionen Euro ebenso verkleinern wie der Fehlbetrag (von 7,8 auf 4,5 Millionen). Allerdings rechnen die Experten damit, dass die Erlöse von 31,7 auf 25,5 Millionen Euro zurückgehen.
Mit Stoppkurs arbeiten
Wie volatil die Aktie von Singulus ist, haben die vergangenen zwölf Monate gezeigt. Vor diesem Hintergrund eignet sich das Papier auch nur für äußerst risikobereite Anleger. Wer trotzdem auf eine positive Überraschung bei den Zahlen für das zweite Quartal spekulieren will, sollte einen Stoppkurs knapp unterhalb von vier Euro setzen. Für konservative Anleger ist die Aktie nach wie vor das falsche Investment.
