Sascha Grundmann
Roland Lacher traut der Aktie seines Unternehmens einiges zu. Der Vorstandschef des Spezialmaschinenbauers Singulus äußerte sich im Rahmen der Talk-Sendung "Jünemanns Börse spezial" im Deutschen Anleger Fernsehen DAF sehr zuversichtlich. Sein Kursziel dürfte die Singulus-Anleger aufhorchen lassen.
Das dürfte diejenigen Anlegern, die sich in den vergangenen Monaten in Sachen Singulus im Bullen-Lager befunden haben, in ihrer Meinung bestärken: Roland Lacher, Vorstandsvorsitzender des Spezialmaschinenbauers, äußerte sich gestern im Rahmen der Talk-Sendung "Jünemanns Börse spezial" im Deutschen Anleger Fernsehen DAF sehr optimistisch zu seinem Unternehmen - und zu dessen Aktienkurs: "Einen Kurs von zehn Euro halte ich für realistisch, wenn wir wieder ordentliche Ergebnisse zeigen". Dieses Kursziel entspricht einem Kurszuwachs von rund 140 Prozent gegenüber der aktuellen Notierung. Darüber hinaus erklärte Lacher, dass Singulus auch wieder zurück in den TecDAX wolle. Aus dem Segment deutscher Technologieaktien war das Papier des Herstellers für die Produktion optischer Speichermedien vor einigen Monaten herausgefallen.
Ein altbekannter Neuer
Singulus-Gründer Lacher, der im August wieder an die Spitze des Unternehmens zurückkehrte, nachdem er im Jahr 2006 als Vorstandschef in den Ruhestand gegangen war, ist für die weitere Geschäftsentwicklung positiv gestimmt: "Der Boden ist hinter uns. 2010 ist das Jahr, in dem wir wieder einen Break Even beim EBIT erreichen wollen." Unterstützung für seine Aussagen gibt Lacher der jüngste Großauftrag aus der Photovoltaik. Zudem sind laut Lacher weitere BluRay-Disk-Aufträge für die nächste Zeit erwartet.
Gefragt, ob der Eintritt in den Markt für Photovoltaik nicht angesichts massiven Preisverfalls zu spät erfolgt sei, verteidigte Roland Lacher die Unternehmensstrategie: "Singulus ist genau zu dem Zeitpunkt in den Markt eingetreten, in dem Innovation gefragt ist." Alle hätten begriffen, dass die Preise verfallen seien, aus dem Verkäufermarkt sei ein Käufermarkt geworden. Jetzt gebe es neue Spielregeln. Die niedrigsten Kosten zur Erzeugung von Strom aus Photovoltaik müssten jetzt sichergestellt werden. "Mit den Maschinen der vergangenen fünf Jahre kann man morgen nicht mehr bestehen", so Lacher.
Gesunde Entwicklung im Solarbereich
Selbst den Turbulenzen im Bereich Solarenergie kann Lacher einiges abgewinnen. Dass die Subventionen im Bereich Photovoltaik nun fallen würden, sei für die Industrie nur gesund. Der Zeitraum bis zur vollen Wettbewerbsfähigkeit werde dadurch nun verkürzt. Ursprünglich sei dies für 2015 angedacht gewesen. "Aber ich bin davon überzeugt, dass das schon 2012, 2013 passieren wird", so Lacher weiter.
Die jüngsten Aussagen Lachers dürften das positive Sentiment der Singulus-Aktie der vergangenen Monate verstärken. Bevor sich konservative Anleger jedoch für ein Engagement entscheiden, sollten sie die endgültigen Zahlen des Maschinenbauers für 2009 abwarten, die der Konzern im März liefert. Bis dahin sollten ausschließlich risikobereite Anleger ein Investment eingehen. Und dieses mit einem Stoppkurs bei knapp unter drei Euro absichern.
