Siemens-Aktie: Angeschlagener Technologieriese
In einem Interview mit dem DAF Deutsches Anleger Fernsehen äußerte sich Siemens-Finanzvorstand Joe Kaeser weiterhin besorgt über die Entwicklung der Auftragseingänge. Eine Verbesserung der Lage sei noch nicht in Sicht. Auch das Chartbild hat sich zuletzt etwas eingetrübt.
"Wir haben im ersten Quartal des Geschäftsjahres eine Beruhigung des Auftragseingangsverfalls gesehen", erklärt Siemens CFO Joe Kaeser im Gespräch mit DAF-Chefreporter Andreas G. Scholz. "Aber hier ist eigentlich noch keine Bodenbildung und auch keine Verbesserung in Sicht. Ich gehe davon aus, dass wir nicht vor Mitte/Ende 2013 eine Erholung des Auftragseingangs sehen werden", führt der Finanzchef aus.

Aus charttechnischer Sicht hat sich das Bild zuletzt ebenfalls eingetrübt. Lange Zeit gelang es der Siemens-Aktie nicht, die Hürde bei 80,00 Euro zu nehmen. Doch im Spätherbst vergangenen Jahres war es dann soweit: Dem Papier gelang der Ausbruch. Ein gutes Zeichen, frohlockten Charttechniker. Der Weg Richtung 90,00 Euro schien frei zu sein. Auch verschiedene Analysten wagten sich wieder aus ihrer Deckung hervor und nannten Kursziele in diesem Bereich. Doch es kam kein richtiger Schwung in das Papier. Anschlusskäufe blieben aus und auch der Gesamtmarkt konsolidiert seit Jahresanfang. Nach dem Dividendenabschlag vor wenigen Tagen geriet die Aktie des Technologieunternehmens sogar unter Druck. Nach dem Bruch der 80-Euro-Marke rückt nun der Bereich um 76 Euro in den Fokus. Erweist sich diese Unterstützung als stabil, können risikobewusste Anleger einen Trade wagen.
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