Siemens: Gute Bonität
Die Kreditanalysten von Fitch haben die Bonität des Technologiekonzerns Siemens mit A+ bestätigt. Auch der geplante schuldenfinanzierte Aktienrückkauf ändere nichts an dieser Einschätzung. Der Ausblick bleibt auch weiterhin stabil.
Siemens hatte den Markt mit der Ankündigung überrascht, für drei Milliarden Euro eigene Aktien zurückkaufen zu wollen. Dazu will Siemens Fremdkapital aufnehmen. In einem Interview erklärte Finanzvorstand Joe Kaser, dass man für zehnjährige Kredite im Beeich von zwei Prozent Zinsen sein werde. Bei einer Dividendenrendite von derzeit rund vier Prozent sei das Geschäft durchaus sinnvoll. Fitch geht davon aus, dass Siemens auch nach dem Aktienrückkauf beim Finanzprofil noch im A+Rating erforderlichen Rahmen bleiben werde.
Konzentration auf Profitabilität
Wenig Begeisterung ruft bei den Analysten jedoch der schnelle Rückgang bei den Neuaufträgen im Energiesegment hervor. Allerdings gehen die Experten davon aus, dass sich die Margen leicht verbessern dürften, da Siemens seine Ankündigung in die Tat umsetzen dürfte und sich auf die Profitabilität konzentriere. Das Rating wird durch die breite regionale Aufstellung sowie die umfangreiche Produktpalette unterstützt.

Die Siemens-Aktie hat zuletzt deutlich von der Ankündigung profitiert, dass der Konzern eigene Aktien zurückkaufen will. Zwar befindet sich die Aktie nach wie vor in einem Seitwärtstrend. Aber die charttechnische Lage hat sich doch zumindest ein wenig aufgehellt. Derzeit deutet einiges daraufhin, dass die Aktie wieder die obere Begrenzung des Seitwärtstrends im Bereich von 80,00 Euro in Angriff nimmt. Gelingt ein Ausbruch über diese Marke, wäre dies ein starkes Kaufsignal. Dann wäre der Weg Richtung 90,00 Euro frei. Trading orientierte Anleger können zunächst auf eine Aufwärtsbewegung bis zur 80-Euro-Marke setzen.
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