Siemens: Kippt die Gewinnprognose
Die Siemens-Aktie gehörte in den letzten Monaten zu den Underperformern im DAX. Der Grund könnte in Kürze bekannt werden. Einem Zeitungsbericht zufolge werde der Elektronikkonzern seine Gewinnprognose revidieren.
Die Siemens-Aktie gehört in diesem Jahr zu den Verlierern im DAX. Während der Index trotz der jüngsten Korrketur noch immer auf ein Plus von 12 Prozent verweisen kann, liegt der Elektronikkonzern mit drei Prozent hinten. Grund für die Skepsis der Anleger: eine mögliche Gewinnrevision für das laufende Jahr.
Kippt die Gewinnprognose?
Siemens wird einem Zeitungsbericht zufolge seine Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr revidieren. Grund seien weitere Rückstellungen für Stromübertragungs-Projekte, die bereits das erste Quartal belasteten, schreibt die Financial Times Deutschland (FTD) unter Berufung auf unternehmensnahe Kreise. Auch personelle Konsequenzen seien nicht ausgeschlossen. Der Chef der Stromübertragungssparte, Udo Niehage, müsse gehen. So das Blatt.
Bereits im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres kosteten Siemens Verzögerungen beim Anschluss von Windparks vor der deutschen Küste 203 Millionen Euro. Rückstellungen in ähnlich großer Höhe sollen für das zweite Quartal anfallen, berichtete die FTD. Der angepeilte Gewinn von sechs Milliarden Euro für das Gesamtjahr wären damit nicht zu halten. Gewissheit wird es am 25. April geben, wenn der Halbjahresbericht veröffentlicht wird.

Chart mahnt zur Vorsicht
Aus charttechnischer Sicht hat die Aktie bereits ein Verkaufssignal generiert. Mit dem Bruch der Aufwärtstrendline hat der Wert ein Aufsteigendes Dreieck nach unten aufgelöst. Damit liegt die Vermutung nahe, dass sich die Abwärtsbewegung, die im Herbst 2011 mit einem Diamant-Top begonnen hat, fortgesetzt wird. Die nächsten Unterstützungen liegen bei 67,50 und dann bei 62,50 Euro. Verkaufen!
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