Siemens: Einbruch bei Windanlagen
Die Windkraftbranche kämpft derzeit mit einem massiven Auftragseinbruch. Dem kann sich auch der Münchner Technologiekonzern Siemens nicht entziehen. Das Unternehmen streicht jetzt 615 Stellen in den USA. Derzeit sind in der Sparte dort 1.650 Menschen beschäftigt.
Hintergrund sind nach Angaben des Konzerns auslaufende Steuervergünstigungen für die Windkraft in den Vereinigten Staaten sowie der Trend zu Gaskraftwerken wegen der günstigen Gaspreise. „Die ganze Branche verzeichnet derzeit einen massiven Auftragseinbruch", erklärte Siemens am Dienstag in den USA. „Das bleibt unglücklicherweise nicht ohne Auswirkungen auf die Arbeitsplätze." Die betroffenen Mitarbeiter sollen ein Abfindungspaket bekommen.
Osram räumt Bilanz auf
Derweil bereitet sich die Siemens-Lichttochter Osram auf die Abspaltung von der Konzernmutter vor. Per Ende Juni hat Osram knapp 100 Millionen Euro auf ihre Tochter Siteco abgeschrieben, berichtet die Financial Times Deutschland unter Berufung auf Osram-Kreise. Dies entspricht rund einem Drittel des Kaufpreises, den Siemens mit 260 Millionen Euro angibt. Osram hatte die oberbayerische Leuchtenfirma erst im Februar 2011 erworben, um sich für den Gang an die Börse aufzuhübschen. Dieser war zunächst für Herbst 2011 geplant, soll nun aber 2013 via Spin-off stattfinden.

Aus charttechnischer Sicht gestaltet sich die Siemens-Aktie derzeit höchst spannend. Zwar ist der Abgabedruck bei dem massiven Widerstand bei 80,00 Euro derzeit noch sehr hoch. Das zeigte sich in den vergangenen Tagen, als sich das Papier bis auf wenige Cent der Marke nähert. Gelingt allerdings der Ausbruch, dann generiert die Aktie ein massives Kaufsignal. Der Weg in Richtung 90 Euro, später auch 100 Euro wäre damit frei. DER AKTIONÄR geht davon aus, dass das Papier bei einem freundlichen Gesamtumfeld diesen Sprung schaffen kann.
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