Siemens: Die Luft wird dünner
Siemens-Chef Peter Löscher hat auf der am Donnerstag stattgefundenen Führungskräftetagung schwere Fehler eingeräumt. Mit einem harten Sparprogramm wolle er deshalb gegensteuern, um die Profitabilität des Elektrokonzerns wieder zu erhöhen. Reicht das?
Die Siemens-Aktie zierte am Donnerstag das DAX-Ende. neben einer Herabstufung der Deutschen Bank dürften die Aussagen von Konzernchef Peter Löscher einige Aktionäre nachdenklich gestimmt haben. Er räumte in Berlin schwere Fehler ein. Heute legt die Société Générale nach.
Hinter den Erwartungen
Siemens bleibe im jüngst abgelaufenen Geschäftsjahr wohl hinter den eigenen Erwartungen zurück, hieß es gestern in Berlin. Löscher bestätigte schwere Fehler, weshalb er jetzt an der Kostenschraube drehen werde. Damit soll in den nächsten zwei Jahren die Wettbewerbsfähigkeit des Siemens-Konzerns verbessert werden. Allerdings gibt es jetzt schon Zweifel, ob die in Presseberichten genannten Einsparungen von vier Milliarden Euro auch nur ansatzweise erreicht werden.
Nach der Herabstufung auf "Halten" durch die Deutsche Bank am Donnerstag folgte heute Morgen die französische Société Générale. Die Analysten senken ebenfalls ihr Rating von "Kaufen" auf "Halten".
Korrektur möglich
Ein Blick auf den Chart lässt zumindest kurzfristig nichts Gutes erahnen. Der Ausbruch über die Marke von 80 Euro erwies sich als Fehlsignal. Mittlerweile wurde die leichte Unterstützung bei 77,30 Euro unterschritten. Jetzt kommt es darauf an, ob die 75-Euro-Marke hält. Sollte dem nicht der Fall sein, droht ein Rücksetzer bis 70 Euro.

Underperformer
DER AKTIONÄR hatte am Donnerstag bereits berichtet, dass Gewinnmitnahmen bei Siemens jederzeit möglich sind. Kurzfristig erscheint die Siemens-Aktie als Underperformer.
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