Siemens: Die Comeback-Story
Heimlich, still und leise hat sich die Siemens-Aktie wieder nach oben gearbeitet. Die Meldung, dass der Konzern eigene Aktien zurückkaufen wird, bedeutete das Ende des monatelangen Abwärtstrends. Im Sog des positiven Marktumfeldes hat sich das Papier wieder an die 80,00-Euro-Marke herangepirscht.
Mittlerweile hat Siemens bereits Aktien im Wert von über einer Milliarde Euro zurückgekauft. Bis Jahresende will Siemens bis zu drei Milliarden Euro in den Rückkauf eigener Aktien investieren. Den Aktienrückkauf finanziert Siemens über eine eigene Anleihe - und das zu äußerst günstigen Konditionen. Der Konzern muss für die Anleihe mit einer Laufzeit von 7,5 Jahren nur einen Zins von 1,5 Prozent bezahlen.
Analysten optimistischer
Credit Suisse hat die Aktie von Siemens nach einem Analystenwechsel auf „Outperform" mit einem Kursziel von 88,00 Euro wieder in die Bewertung aufgenommen. Vor allem Siemens werde als Marktführer von dem Trend zu immer stärkerer Automatisierung der Produktion in China profitieren, schrieb Analyst Simon Toennessen. Die steigenden Arbeitskosten in China belasteten die dortigen Gewinnmargen arbeitsintensiver Produktion.

Derzeit notiert die Siemens-Aktie noch unter der 80-Euro-Marke, die einen massiven Widerstand darstellt. Doch gelingt der Ausbruch, sind schnell Kurse von 90,00 Euro und mehr im Bereich des möglichen. Das Momentum spricht derzeit dafür, dass ein Angriff auf diesen Widerstand in den kommenden Tagen oder Wochen erfolgen wird. Anleger sollten ihre Position prozyklisch mit einem Ausbruch über diese Marke ausbauen.
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