SHW-Aktie im Aufwind: Neues Allzeithoch
Während der ein oder andere Automobilzulieferer unter der Schwäche der französischen Autokonzerne leidet, sprintet das Papier von SHW weiter nach oben. Zuletzt erreichte das Papier sogar ein neues Allzeithoch. Wie viel Potenzial steckt noch in der Aktie?
Besonders Leoni bekommt die Absatzschwäche mancher Autokonzerne zu spüren, schließlich macht der Bordnetzhersteller einen nicht unwesentlichen Umsatzanteil mit seinen französischen Kunden. Auch die Grammer-Aktie konnte in den letzten Wochen nicht unbedingt überzeugen. Dagegen stürmt das Papier von SHW von einem Hoch zum nächsten.
Gute Aussichten
Mittlerweile hat die Aktie sogar die psychologisch wichtige Marke von 30 Euro überwunden. Damit ist der Weg nach oben frei. Seit Jahresbeginn steht bereits ein Plus von rund 60 Prozent. Grund für die gute Wertentwicklung ist ein positiver Ausblick von Vorstand Wolfgang Krause. Im Gesamtjahr will man zwischen 370 und 385 Millionen Euro umsetzen. "Im Juli konnten wir noch einmal deutlich zulegen und im Zuge der Marktentwicklung sind das sehr erfreulich Ergebnisse", so Krause zuletzt gegenüber dem AKTIONÄR. Besonders hervorzuheben ist allerdings ein Großauftrag des VW-Konzerns im Bereich der Leichtbaubremsscheiben.
VW-Auftrag verleiht Flügel
Mit der Entwicklung in diesem Segment war die Vorstandschaft in den letzten Jahren ja nicht immer unbedingt einverstanden gewesen. Zuletzt war aber Besserung in Sicht. "Bei den Bremsscheiben geht die Entwicklung hin zu den hochwertigen Bremsscheiben. Wir möchten vor allem den Bereich der Leichtbaubremsscheiben ausbauen", so Krause. Da kam der Auftrag von VW wie gerufen. "Dadurch werden wir den Umsatz mit den Leichtbaubremsscheiben in den nächsten Jahren fast verdreifachen können", so der Vorstand weiter. In Zahlen ausgedrückt: Im Jahr 2017 plant SHW im Bereich der Leichtbaubremsscheiben einen Umsatz von 32 Millionen Euro. Zum Vergleich: Im laufenden Geschäftsjahr erwartet die Vorstandsmannschaft in diesem Bereich Erlöse in Höhe von 11,6 Millionen Euro.
Aufwärts
Unter den Automobilzulieferern ist die SHW-Aktie aktuell erste Wahl. Nachdem die 30 Euro-Marke nahezu mühelos überwunden wurde, dürfte das Papier nun Kurs auf 34 Euro nehmen. Die Aktie bleibt daher weiter kaufenswert.
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