Seidensticker: Maßgeschneiderte Anleihe
Gerd Oliver Seidensticker hat ein Luxusproblem. Während andere Firmen verzweifelt versuchen, ihre Anleihen vollständig zu platzieren, kann sich der Geschäftsführer der Walter Seidensticker GmbH & Co. entspannt zurücklehnen. Bei der Emission war die Anleihe bereits in kürzester Zeit siebenfach überzeichnet.
Das Gedränge war groß. Auf der Motor Show in Essen sorgte der Anbieter von Leichtmetallfelgen ATS wieder einmal für Furore. Nicht nur weil man mit dem Ferrari F430 Scuderia oder dem Porsche GT3 die schönsten Renner am Stand hatte, auch die beiden Stars Sidney Hoffmann und Jean Pierre Kraemer aus der TV-Doku „Die PS Profis" sorgten für großes für Aufsehen unter den tuningbegeisterten Besuchern.
Tuning-Fans aufgepasst
Auto Technische Spezialteile, kurz ATS, gehört zur Uniwheels-Gruppe. Letztere hat ihre Ursprünge in den 60er Jahren. Gegründet von Günter Schmid. In den letzten Jahren hat sich die Firma zu einem der größten Hersteller von Leichtmetallfelgen in Europa gemausert. Dabei beliefert Uniwheels Konzerne wie Audi, BMW oder auch Volvo. Hieraus resultieren rund 75 Prozent der Umsätze. Mit den bekannten Marken ATS, RIAL oder auch Alutec hat man sich auch im Zubehörmarkt eine gute Position erarbeitet. Der Vertrieb erfolgt über Händlerketten wie Euromaster oder Vergölst.
Tour de Europe
War 2009 durch die Finanzkrise geprägt, fuhr man im Jahr 2010 bereits wieder einen heißen Reifen. Die Umsätze legten um 31,7 Prozent auf 293,4 Millionen Euro zu, der Gewinn schaffte den Turnaround. Der Jahresüberschuss betrug 5,2 Millionen Euro. Um weiter zu wachsen, will Uniwheels Vertriebsniederlassungen in weiteren europäischen Märkten wie zum Beispiel Schweden oder Italien eröffnen. Potenzial erhofft man sich auch durch China. Mittelfristig ist im Reich der Mitte sogar der Aufbau einer eigenen Produktionsstätte geplant. Helfen soll dabei ein Joint Venture mit einem lokalen Investor.
Kapazitätsausbau
Auch im Inland stehen die Zeichen auf Expansion. Die derzeitigen Produktionskapazitäten sollen von sieben auf acht Millionen Räder ausgebaut werden. 34 Millionen Euro lässt sich Uniwheels die Investition kosten. „Wir sind zuletzt sehr stark gewachsen. Durch die Anleihe wollen wir unseren Finanzierungsmix weiter verbessern", so Ralf Schmid, geschäftsführender Gesellschafter bei Uniwheels. Profitieren wird Uniwheels unter anderem von der konstant hohen PKW-Nachfrage.

Heißer Reifen
Im Hinblick auf das stabile Wachstum des PKW-Markts, sowie gute Position im Bereich der Automobilzulieferer bietet die Anleihe von Uniwheels eine interessante Depotbeimischung. Der Kupon beträgt attraktive 7,5 Prozent.
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