Schuler: Höheres Angebot von Andritz?
Vor wenigen Tagen hat sich Andritz bei Schuler eingekauft. Die Aktie des Herstellers von Industriepressen in erster Linie für die Automobilindustrie machte daraufhin einen gewaltigen Satz nach oben. Wird Andritz in den nächsten Wochen noch einmal nachlegen müssen?
Die Schuler-Aktionäre hatten allen Grund zur Freude. Nicht nur, dass ihre Aktie ohnehin in den letzten Monaten zu den herausragenden Wertpapieren auf dem deutschen Kurszettel gehörte, das i-Tüpfelchen lieferte der österreichische Industriekonzern Andritz. Der kaufte sich nämlich bei Schuler als strategischer Investor ein. Zudem liegt ein Übernahmeangebot in Höhe von 20 Euro pro Schuler-Aktie auf dem Tisch.
Verkauf
Der bisherige Großaktionär, die Familie Schuler-Voith, hat die komplette Beteiligung an der Schuler AG in Höhe von 38,5 Prozent an eine deutsche Beteiligungsgesellschaft des österreichischen Technologie- und Maschinenbaukonzerns Andritz verkauft.
Auf Wachstumskurs
Kein Wunder, dass die Österreicher einen Blick auf Schuler geworfen hatten. Der Hersteller von Industriepressen lieferte zuletzt hervorragende Zahlen ab. Im ersten Halbjahr machte das Unternehmen einen kräftigen Satz nach oben. Der Umsatz stieg um 44 Prozent auf 580,9 Millionen Euro. Schuler konnte insbesondere im asiatischen Markt und europäischen Ausland die Umsätze steigern. Das Ebitda kletterte um 54,5 Prozent auf 55,2 Millionen Euro. Die Ebitda-Marge verbesserte sich auf 9,5 Prozent (Vorjahr: 8,9 Prozent).

Schöne Performance
Nach der Ankündigung des Übernahmeangebots machte das Papier von Schuler einen Satz um mehr als 25 Prozent nach oben. Sogar das Kursziel des AKTIONÄR von 18 Euro wurde weit übertroffen. Trotzdem können investierte Anleger weiter dabei bleiben. Andritz macht trotz des Aufschlags sicherlich einen guten Deal. Aktuell raten wir die Stellungnahme des Schuler-Vorstands abzuwarten. Vielleicht besteht sogar noch die Chance auf eine Nachbesserung des Angebots. Ein Risiko nach unten sehen wir hingegen derzeit nicht.
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