Markus Horntrich
Der für den 13. August terminierte Halbjahresbericht der Münchener Schaltbau AG dürfte die erfreulichen vorläufigen Zahlen bestätigten. Die Analysten von Close Brothers Seydler haben in ihrem aktuellen Update zu den vorläufigen Zahlen die Aktie mit "kaufen" bestätigt, das Kursziel jedoch deutlich nach oben angehoben.
Angesichts der guten Performance im ersten Halbjahr hat das Management der Münchener Schaltbau AG vor kurzem die Prognose für das laufende Jahr erhöht. Die Umsatzerlöse werden wie bereichtet auf 277 Millionen Euro ansteigen verglichen mit der früheren Prognose von 270 Millionen Euro. Der Auftragseingang wird sich auf 286 Millionen Euro Erhöhen, verglichen mit 251,7 Millionen Euro. Das EBIT soll statt auf 17,5 nun auf 21,2 Millionen Euro ansteigen.
Nachfrage wächst
Das Umsatz- und Ergebniswachstum wird vor allem von der starken Nachfrage nach Türsystemen für Schienenfahrzeuge und Komponenten getrieben. Die Entwicklung des Geschäftsbereiches Stationäre Verkehrstechnik sollte sich im zweiten Quartal weiter erholen. Im ersten Halbjahr war es wegen des langen Winters und damit verbunden der verspätete Auslieferung der Bahnübergangssysteme sowie der Weichenheizungen zu Rückständen gekommen. Auch im konjunktursensiblen Bereich Bremssysteme für Kräne dürfte sich die Nachfragesituation stabilisieren, nachdem bislang der Bau neuer Hafenterminals unter der unsicheren Konjunkturlage gelitten hat.
Analysten bullish
Die Analysten von Close Brothers Seydler sehen akutell ein Kurspotenzial von über 50 Prozent bei der Aktie der Münchener. "Die solide Performance im zweiten Quartal, der hohe Auftragseingang sowie die angehobene Umsatz- und Ergebnisprognose spiegeln sich noch nicht im Aktienkurs wider", so CBS-Analyst Heinz Steffen im aktuellen Update.
In der aktuellen Studie haben sie auch einen Peergroupvergleich mit den Wettbewerbsunternehmen Vossloh, Delachaux (Frankreich), Faiveley (Frankreich), Invensys (Großbritannien) sowie Ansaldo (Italien) durchgeführt. Unter dem Strich hat CBS das Kursziel von 60 auf 73 Euro angehoben. Untenstehender Bewertungsvergleich zeigt die deutliche Unterbewertung eindeutig. Während die Wettbewerber im Durchschnitt ein KGV von 12 für 2010 aufweisen, wird Schaltbau nur mit dem 8-Fachen der Gewinne bewertet. Ein ähnliches Bild ergibt sich für die Folgejahre.
Peergroupvergleich
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KGV 2010e
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KGV 2011e
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KGV 2012e
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Vossloh
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11
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11
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10
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Delachaux
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12
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11
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10
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Faiveley
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12
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10
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9
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Invensys
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12
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10
|
9
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Ansaldo
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13
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12
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11
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Mittelwert
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12,0
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10,8
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9,8
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Schaltbau
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8
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7
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7
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Differenz zum Mittelwert
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50%
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54%
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40%
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Aktie ein Kauf
Der Aktien-Musterdepotwert des AKTIONÄR bleibt daher weiterhin ein klarer Kauf. Die Erholung im zweiten Halbjahr auf den einzelnen Zielmärkten sollte anhalten, was sich auch in der Kursentwicklung widerspiegeln sollte. Mit Stopp bei 40 Euro kaufen!
